Mannheim: Hansi zum Ersten, zum Zweiten und zum Dritten

Hans-Dieter Dreher und Embassy II

Hans-Dieter Dreher und Embassy II (© Julia Rau)

Drei Starts, drei Siege. Hans-Dieter Dreher aus dem südbadischen Eimeldingen hat am vorletzten Turniertag beim Maimarkt Mannheim so richtig abgeräumt.

Am Morgen gewann Hans-Dieter Dreher in Mannheim zunächst die internationale Zeitspringprüfung über 1,45 Meter mit dem elfjährigen Belgischen Warmblut-Wallach Goodtimes van’t Lozerhof.  In 63,12 Sekunden siegte er vor Markus Renzel mit Quick Step (63.30 Sekunden) und der Schweizerin Christina Liebherr im Sattel von L.B. Queen du Chateau (63.31 Sekunden).

Auch in der anschließenden Youngster-Prüfung für Sieben- und Achtjährige über 1,40 Meter hatte Hansi Dreher die Nase vorn. Mit dem siebenjährigen Catoki-Sohn Candinas legte er eine schnelle Nullfehler-Runde in 60,25 Sekunden hin. Zweitplatzierter David Will mit dem Holsteiner Casio konnte diese Zeit nicht toppen: 61,14 Sekunden. Platz drei ging ebenfalls an David Will, diesmal mit der KWPN-Stute Sweet Tricia v. Caspar.

Höhepunkt des Tages war der Preis der Stadt Mannheim, eine Springprüfung über 1,50 Meter und der dritte Coup des 45-Jährigen an diesem Tag. Im Sattel seines Hannoveraner Hengstes Embassy II, den er seit 2011 reitet, war er nicht zu schlagen (0/65.49 Sekunden). An diese Zeit kam auch Meredith Michaels-Beerbaum, für schnelle Runden bekannt, nicht heran. Mit dem neunjährigen Westfalen Samurai überquerte sie nach 68.09 Sekunden die Ziellinie. Dritte wurde Eva Bitter mit dem Baloubet du Rouet-Sohn Balermo (68.56 Sekunden). „Es ist ein unbeschreiblicher Tag. Ich bin richtig stolz“, schreibt Hans-Dieter Dreher auf seiner Facebook-Seite.

Marco Kutscher gewinnt Barrieren-Springen

Ein weiteres Highlight war das Barrierenspringen. Im Interview mit Moderator Carsten Sostmeier zeigte sich Marco Kutscher vor dem Stechen über 1,85 Meter noch etwas verhalten, ob sein zehnjähriger Holsteiner-Hengst Quadros die Höhe meistern würde. „Er hat einen großen Galopp und die Distanzen sind doch sehr dicht.“ Doch kein Problem für die beiden. Als einziges Paar absolvierten sie die Höhe und sicherten sich damit den Sieg. Platz zwei teilten sich Armin Schäfer mit der neunjährigen Stolzenberg-Tochter Schmuckstück und Markus Renzel mit dem Westfalen Quick Step.

Dressur der Para-Reiter

Unterdessen waren auch die Paar-Reiter am Start. Die Grade I-Prüfung konnte Elke Philipp mit Fuerst Sinclair v. Fürstenball für sich entscheiden. Sie gewann mit 71,548 Prozent vor Jens Lasse Dokkan (NOR) mit Cypres (70,774 Prozent) und Anastasja Vistalova (CZE) mit Dominique (66,190 Prozent).

Die Grade II-Prüfung gewann Jaana Kivimäki (FIN) im Sattel von Bellilene mit 69,265 Prozent vor Alina Rosenberg mit Nee’s Daboun (67,408 Prozent) und Julia Porzelt mit Lettenhofs Lovely Daintiness (66,863 Prozent).

In der Grade III-Prüfung hatte Rixt van der Horst (NED) mit Uniek die Nase vorn: 72.108 Prozent. Zweiter wurde Steffen Zeibig mit Feel Good (71,520 Prozent) vor Annemarieke Rosing-Nobel (NED) mit Doo Schufro (69,069 Prozent).

Die Grade IV-Prüfung gewann Manon Claeys (BEL) mit San Dior 2 (69.390 Prozent) vor Lotte Krijnsen mit Rosenstolz (68,512 Prozent) und Bernd Brugger (AUT) im Sattel von Bellagio 4 (67,642 Prozent).

Die Schweizerin Nicole Geiger setzte sich mit Phil de Lafayette in der Grade V-Prüfung durch: 70,119 Prozent. Platz zwei ging ebenfalls an Nicole Geiger mit Ry de Lafayette (66,865 Prozent) vor Hege Størseth (NOR) mit Hoennerups Force (66,230 Prozent).