NDR Wahl zum Nordsportler des Jahres: zwei Reiter nominiert

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In Tokio ist ein Märchen wahr geworden: Julia Krajewski hat sich den Titel für die Ewigkeit gesichert. Sie ist die erste Frau in der Vielseitigkeit, die olympisches Gold holt. (© Lafrentz)

Der Norddeutsche Rundfunk hat zur Abstimmung aufgerufen. Gesucht werden der Nordsportler bzw. die Nordsportlerin des Jahres. Auch zwei Reiter stehen zu Wahl.

Nominiert hat der NDR zum einen die gebürtige Niedersächsin Julia Krajewski, die in Tokio mit ihrer Selle Français-Stute Amande de B’Néville als erste Frau überhaupt olympisches Einzelgold in der Vielseitigkeit holte.

Heute lebt Krajewski zwar in Nordrhein-Westfalen, genauer in Warendorf am DOKR, aber aufgewachsen ist sie im Emsland. Der Lingener Reit- und Fahrverein ist ihre sportliche Heimat. In ihrer Heimat wurde sie bereits mit großem Bahnhof empfangen. Obwohl die Aufmerksamkeit ja eigentlich nicht nur ihr gelten muss, wie man ihren Worten damals gegenüber der Sendung „Hallo Niedersachsen“ entnehmen kann: „Ich bin immer wieder ganz gerührt, wie gut meine Stute gesprungen ist und wie sie mit mir gekämpft hat. Ja, jedes Mal, wenn ich es mir wieder angucke, fange ich an zu weinen, ehrlich gesagt.“

Nun könnte die 33-Jährige also Nordsportlerin des Jahres werden.

Europameister André Thieme

Auch der andere Nominierte, der neue Europameister der Springreiter aus Mecklenburg-Vorpommern, André Thieme, äußerte sich im NDR zu seiner Sportpartnerin Chakaria: „Ja, das (ein Fehler) kann passieren. Aber sie hat mir einfach so ein gutes Gefühl gegeben, dass ich wusste: Sie ist noch voller Kraft, voller Konzentration und da haben wir uns auch durch diesen einen kleinen Flüchtigkeitsfehler nicht aus der Spur bringen lassen und sind ruhig geblieben und haben das glaube ich auch verdient gewonnen.“

Im NDR Nordmagazin danach gefragt, wie man denn seinen Sieg in dem Millionen Dollar-Springen in Ocala, USA, und den Erfolg bei den Europameisterschaften vergleichen könne, antwortete Thieme: „Ganz klar, finanziell kann man es nicht vergleichen, weil da gibt es auf so groß ausgeschriebenen Einzelturnieren sehr, sehr, sehr viel mehr Gewinngeld – was auch wichtig ist für das tägliche Überleben und für den Kostenapparat, den man mit sich trägt. Aber emotional kann man es natürlich überhaupt nicht vergleichen! Wenn man für sein eigenes Land nationalmannschaftsmäßig an den Start gehen darf und dann auch noch bei so einem Riesenereignis –  Olympiade oder Europameisterschaft – und das dann so nach Hause bringt und dann noch vor heimischer Kulisse in Deutschland und dann das Stadion auseinander springt, wenn man durchs Ziel reitet, dann ist das schon was wirklich Besonderes!“

Jetzt wählen!

Abstimmen kann man noch bis Montag, 10. Januar 2022, hier für die beiden (Mehrfachabstimmungen sind möglich!): www.ndr.de. Jede Stimme zählt. Aktuell liegt André Thieme mit 29 Stimmen (1,9 Prozent) an zehnter Stelle und Julia Krajewski mit 18 Stimmen (1,2 Prozent) an Position 13.