Neues FN-Projekt „LevelUp“ – digitales Trainer- und Richter-Feedback für alle!

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Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) hat zusammen mit Clip my Horse, Black Horse One und SAP ein neues Projekt namens „LevelUp“ gestartet. Die Idee: Reiter können Videos von sich hochladen und bekommen wahlweise Trainingstipps von Ausbildern und/oder Noten und Kommentare von Richtern.

Sie wollten schon immer mal wissen, was Christoph Hess von Ihrer Vorstellung in einer L-Dressur halten würde? Die Antwort ist nur wenige Klicks entfernt. Denn der FN-Ausbildungspapst ist einer der namhaften Protagonisten, die ihr Know-how für das FN-Projekt „LevelUp“ zur Verfügung stellen. Dabei soll der Pool stetig erweitert werden.

Das Prinzip ist einfach: Sie reiten eine beliebige Aufgabe bis Klasse M oder ein Stilspringen, ebenfalls bis Klasse M (bei Bedarf soll das Angebot auch noch für höhere Klassen erweitert werden) und lassen sich dabei filmen.

Danach gehen Sie auf die Internetseite www.fn-levelup.de, registrieren sich und laden Ihren Film hoch. Anschließend wählen Sie aus, von wem Sie Feedback haben möchten – einem Trainer? Einem Richter? Innerhalb von ein bis zwei Tagen (eine ungefähre Angabe) bekommen Sie dann einen Kommentar/eine Note/Tipps, wie Sie in Zukunft besser durch den Parcours/die Aufgabe kommen.

Die Kosten variieren. Für einen Richterkommentar muss man zwischen 8 und 12 Euro ausgeben, je nachdem, welche Aufgabe man geritten ist (eine A-Dressur ist kürzer als eine M-Dressur). Die Preise orientieren sich hier an den Aufwandspauschalen, die einem Richter auch auf dem Turnier gezahlt werden, erklärt FN-Generalsekretär Soenke Lauterbach. „Wir wollen uns damit nicht die Taschen vollmachen. Der Löwenanteil geht an die Richter und Trainer. Wir wollen nur kostendeckend arbeiten.“

Für detaillierte Ausbildungstipps muss man 15, 20, 30 oder 50 Euro ausgeben. Das richtet sich danach, in welche Kategorie sich der jeweilige Trainer selbst eingeordnet hat. Für dem Kommentar eines Christoph Hess müsste man dementsprechend wohl mit 50 Euro rechnen. Für weniger prominente Ausbilder entsprechend weniger.

Kein Vergleich, aber eine Chance!

FN-Generalsekretär Soenke Lauterbach betonte, die FN stehe der Idee der Online-Turniere nach wie vor skeptisch gegenüber so lange essenzielle Fragestellungen wie Gewährleistung des Tierwohls, der Chancengleichheit und der Regelkonformität noch nicht abschließend geklärt seien.

In Bezug auf FN LevelUp sagte er jedoch: „Bei FN LevelUp geht es in erster Linie darum, den eigenen Ausbildungs- und Leistungsstand kennen zu lernen. Es dient der Trainingsüberprüfung, der Vorbereitung auf ein Turnier und der Weiterentwicklung.“ Das Projekt wolle den Heimtrainer nicht ersetzen. Aber es sei „eine wunderbare Ergänzung“.

Derzeit kann jeder Teilnehmer nur seinen eigenen Ritt und das Feedback dazu sehen. Auf die Art und Weise wolle man es auch gerade noch nicht so erfahrenen Reitern ermöglichen, anonym zu bleiben. Auf Dauer sollen die Reiter aber auch die Möglichkeit erhalten, ihre Ritte und die entsprechenden Rückmeldungen freizugeben, damit andere vom Zuschauen lernen können.

Alle Infos auch unter www.fn-levelup.de.

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