Olympia 2020: Die qualifizierten Nationen

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Das Springstadion in Tokio (© FEI)

Noch rund sieben Monate bis zum Beginn der Olympischen Spiele 2020 in Tokio. Zeit, einen ersten Blick auf die Teilnehmerliste zu werfen!

Darauf sind zwar noch keine Reiternamen für Tokio 2020 erfasst, wohl aber, welche Nationen es geschafft haben, sich einen Startplatz im Land der aufgehenden Sonne zu sichern.

Springen

Im Springen gehen in Summe 60 Paare in 20 Mannschaften an den Start. Qualifizieren konnten sich:

  • Japan (als Gastgeber ohnehin dabei)
  • USA (qualifiziert in Tryon 2018)
  • Schweden (qualifiziert in Tryon 2018)
  • Deutschland (qualifiziert in Tryon 2018)
  • Schweiz (qualifiziert in Tryon 2018)
  • Niederlande (qualifiziert in Tryon 2018)
  • Australien (qualifiziert in Tryon 2018)
  • Belgien (Rotterdam 2019)
  • Großbritannien (Rotterdam 2019)
  • Frankreich (Rotterdam 2019)
  • Brasilien (Pan-Amerikanische Spiele 2019)
  • Mexiko (Pan-Amerikanische Spiele 2019)
  • Argentinien (Pan-Amerikanische Spiele 2019)
  • Irland (als Sieger des FEI-Nationenpreis-Finales)
  • Tschechien (Qualifiziert über die FEI-Gruppenturniere, Ersatz für die Ukraine, die es nicht geschafft hat, bis 31. Dezember 2019 drei Reiter mit den erforderlichen Mindestleistungen zu stellen)
  • Israel (Qualifiziert über die FEI-Gruppenturniere)
  • Ägypten (Qualifiziert über die FEI-Gruppenturniere)
  • Katar (Qualifiziert über die FEI-Gruppenturniere)

Einzelstartplätze

Neben den Teams dürfen 15 Einzelreiter an den Start gehen, so dass am Ende 75 Paare aus 35 Nationen im olympischen Parcours unterwegs sein werden. Die Einzelstartplätze werden nach der Olympia-Rangliste (auf der nur diejenigen Athleten geführt werden, deren Heimat kein Team stellen konnte) und FEI-Gruppen-Zugehörigkeit ausgewählt. Allerdings zählt die Olympia-Fahrkarte nicht für sie selbst, sondern für ihr Land. Wer also am Ende in Tokio an den Start geht, entscheiden die Verbände selbst. Zeit haben sie dafür noch bis zum 1. Juni 2020.

Die Einzelstartplätze wurden nun wie folgt verteilt (in Klammern die Reiter, die den Startplatz für ihr Land holten):

  • FEI-Gruppe A (Nordwest-Europa): Dänemark (Emil Hallundbæk) und Norwegen (Geir Gulliksen)
  • FEI-Gruppe B (Südwest-Europa): Italien (Emanuele Gaudiano) und Portugal (Luciana Diniz)
  • FEI-Gruppe C (Zentral und Osteuropa, Zentralasien): Lettland (Kristaps Neretnieks) und Polen (Wojciech Wojcianiec)
  • FEI-Gruppe F (Mittlerer Osten und Afrika): Syrien (Ahmed Saber Hamcho) und Jordanien (Ibrahim Hani Bisharat)
  • FEI-Gruppe G (Südostasien und Ozeanien): Chinesisch Taipeh (Jsamine Chen) und Sri Lanka (Mathilda Karlsson)
  • FEI Gruppen D und E (Nord-, Süd- und Zentralamerika): Kolumbien (Juan Manuel Gallego), Dominikanische Republik (Hector Florentino Roca), Kanada (Erynn Ballard), Chile (Ignacio Montesino)
  • Ein weiterer Startplatz geht an den bestplatzierten Athleten einer Nation, die nicht schon erwähnt wurde. Das ist in diesem Fall Spanien dank Eduardo Alvarez Aznar.

Alle Infos zu den Qualifikationen finden Sie hier.

Das Olympia-Ranking Springen finden Sie hier.

Dressur

In der Dressur haben sich die folgenden 15 Teams qualifiziert:

  • Japan (als Gastgeber ohnehin dabei)
  • Deutschland (qualifiziert in Tryon 2018)
  • USA (Tryon 2018)
  • Großbritannien (Tryon 2018)
  • Schweden (Tryon 2018)
  • Niederlande (Tryon 2018)
  • Spanien (Tryon 2018)
  • Dänemark (Rotterdam 2019)
  • Irland (Rotterdam 2019)
  • Portugal (Rotterdam 2019)
  • Kanada (Pan-Amerikanische Spiele 2019)
  • Brasilien (Pan-Amerikanische Spiele 2019)
  • Südafrika (bei der Qualifikation der FEI-Gruppe F)
  • Australien (bei der Qualifikation der FEI-Gruppe G)
  • Russland (wobei die Athleten unter „neutraler Flagge“ starten, weil die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA ja entschieden hat, dass russische Athleten vier Jahre lang nicht mehr als Vertreter ihres Landes bei Sportereignissen an den Start gehen dürfen)

Problem: Weder Brasilien noch Südafrika ist es gelungen, bis zum Stichtag am 31. Dezember drei Reiter mit den erforderlichen Mindestleistungen zu stellen. Darum geht ihr Teamstartplatz an zwei andere Nationen, in dem Fall Österreich und Frankreich. Brasilien und Südafrika können Einzelreiter schicken.

Die Einzelstartplätze

  •  FEI-Gruppe A (Nordwest-Europa): Finnland (Henri Ruoste) und Norwegen (Ellen-Brigitte Farbrot)
  • FEI-Gruppe B (Südwest-Europa): Luxemburg (Nicolas Wagner) und die Schweiz (Birgit Wientzek-Pläge)
  • FEI-Gruppe C (Zentral- und Osteuropa): Ukraine (Inna Logutenkova) und Weißrussland (Hanna Karasiova)
  • FEI-Gruppen D und E (Nord-, Süd- und Zentralamerika): Brasilien (Thaísa Tavares de Almeida), Dominikanische Republik (Yvonne Losos de Muniz), die Bermudas (Annabelle Collins), Mexiko (Bernadette Pujals)
  • FEI-Gruppe E (Afrika und Mittlerer Osten): Südafrika (Tanya Seymour), Marokko (Ismail Jilaoui)
  • FEI-Gruppe G (Südostasien, Ozeanien): Neuseeland (Wendi Williamson), Südkorea (Young-Shik Hwang)
  • Ein weiterer Startplatz geht an den bestplatzierten Athleten einer Nation, die nicht schon erwähnt wurde. Das ist in diesem Fall Belgien dank Laurence Roos.

Alle Infos zum Qualifizierungsprocedere der Dressurreiter finden Sie hier.

Die Olympia-Rangliste Dressur kann man hier einsehen.

Vielseitigkeit

In der Vielseitigkeit qualifizieren sich 15 Teams mit maximal 45 Athleten:

  • Japan als Gastland
  • Großbritannien (qualifiziert bei den Weltreiterspielen 2018)
  • Irland (qualifiziert bei den Weltreiterspielen 2018)
  • Frankreich (qualifiziert bei den Weltreiterspielen 2018)
  • Deutschland (qualifiziert bei den Weltreiterspielen 2018)
  • Australien (qualifiziert bei den Weltreiterspielen 2018)
  • Neuseeland (qualifiziert bei den Weltreiterspielen 2018)
  • Schweden (qualifiziert bei den Europameisterschaften 2019)
  • Italien (qualifiziert bei den Europameisterschaften 2019)
  • Polen (bestrangiertes Team bei einer Qualifikation der FEI-Gruppe C, das sich nicht schon in Tryon oder Rotterdam qualifizieren konnte)
  • USA und Brasilien (die zwei bestrangierten Teams der FEI-Gruppen D und/oder G bei den Pan-Amerikanischen Spielen 2019)
  • China und Thailand (die beiden besten Teams der Gruppen F und/oder G bei den jeweiligen Qualifikationen)
  • Schweiz (das beste Team der Nationenpreis-Serie Vielseitigkeit, das sich noch nicht an anderer Stelle qualifizieren konnte)

Einzelstartplätze

In der Vielseitigkeit stehen insgesamt 20 Einzelstartplätze zur Verfügung, 14 von der Olympia-Rangliste, aufgeteilt nach FEI-Gruppen und 6 aufgrund ihrer Platzierung im Gesamtranking:

  • FEI-Gruppe A (Nordwest-Europa): Niederlande (Tim Lips) und Dänemark (Peter T. Flarup)
  • FEI-Gruppe B (Südwest-Europa): Belgien (Karin Donckers) und Spanien (Francisco Gaviño Gonzalez)
  • FEI-Gruppe C (Zentral- und Osteuropa und Zentralasien): Russland (unter neutraler Flagge, siehe oben, Aleksandr Markov) und Tschechien (Miloslav Prihoda Jr)
  • FEI-Gruppe D (Nordamerika): Kanada (Karl Slezak)
  • FEI-Gruppe E (Zentral- und Südamerika): Chile (Carlos Lobos Muñoz) und Puerto Rico (Lauren Billys)
  • FEI-Gruppe F (Afrika und Mittlerer Osten): Südafrika (Victoria Scott-Legendre) und Pakistan (Usman Khan)
  • FEI-Gruppe G (Südostasien und Ozeanien): Indien (Fouaad Mirza) und Hongkong (Thomas Heffernan)
  • Die sechs Startplätze gemäß des Olympia-Rankings gehen an die folgenden Länder:
  • Weißrussland (Alexander Zelenko), Österreich (Lea Siegl), Equador (Nicolas Wettstein), Finnland (Eirin Losvik), Kasachstan (Vladimir Chernov), Norwegen (Hans Bauer)

Aktuell gibt es noch keine offiziell bestätigten Listen der FEI. Die Nationen wurden jüngst informiert, dass sie einen Startplatz zur Verfügung haben. Sie haben nun bis zum 3. Februar Zeit zu entscheiden, ob sie diesen annehmen, oder nicht. Die endgültige Vergabe der Einzelstartplätze ist für den 17. Februar vorgesehen.

 

 

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