Volti-Duo Derks und Kay gewinnt WM-Bronze

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Die deutschen Herren liegen im Zwischenstand auf den aussichtsreichen Plätzen zwei, drei und vier. (© Pauline von Hardenberg)

Nach ihrem grandiosen Sieg im Nationenpreis, sind die deutschen Voltigierer weiterhin gut aufgelegt. Während bei den Damen, Herren und Gruppen die finale Entscheidung erst am Samstag fallen wird, haben die Doppelvoltigierer bereits neue Weltmeister gekürt.

Die Voltigierer sind bei allen Championaten fleißige Medaillensammler. Nach der Goldmedaille in der Nationenwertung, gewannen Janika Derks und Johannes Kay gestern im Pas de Deux Bronze. Mit Dark Beluga und Barbara Rosiny an der Longe wurden sie im Gesamtergebnis aus zwei Kürübungen mit 8,872 Punkten bewertet. „Wir haben gefightet bis zum Schluss, es hat viel Spaß gemacht. Unser Thema ist ja auch „Emotion and  Energy“, das wollten wir rüberbringen“. Bundestrainerin Ulla Ramge kommentiert den Auftritt so: „ Die Athleten haben alles gegeben, Dark Beluga war ein bisschen müde. Aber wir sind trotzdem sehr zufrieden.“

Die 28-jährige Janika Derks ist besonders fleißig bei den Weltreiterspielen, außer im Pas de Deux tritt sie auch im Einzelvoltigieren bei den Damen an. Der 23-jährige Johannes Kay ist der Bruder von Sarah Kay, die ebenfalls als Einzelvoltigiererin antritt. Für ihren Auftritt hatten Janika Derks und Johannes Kay viel Zeit investiert. Sie wohnen in Neuss, Dark Beluga steht in Hamburg. So fuhren sie beiden mindestens einmal pro Woche nach Hamburg, weil „Beluga das beste Pferd der Welt ist“, erzählten sie augenzwinkernd.

Italienische Weltmeister

Der Sieg im Pas de Deux ging an die Athleten aus Italien, mit freundlicher Unterstützung durch ein deutsches Pferd. Der Rheinländer Rosenstolz trug Lorenzo Lupacchini und Silvia Stopazzini zum Sieg, an der Longe Laura Carabuci, 9,013 Punkte. Silber gab es für die Österreicher Jasmin Lindner und Lukas Wacher, 9,027 Punkte. Dr. Doolittle wurde an der Longe von Klaus Haidacher vorgestellt.

Zwar nicht mehr in den Medaillenrängen, aber mit einer besonders schönen Choreographie und spanischer Musik, begeisterte das deutsche Paar Theresa-Sophie Bresch und Torben Jacobs. Die beiden kamem mit 8,707 Punkten auf den vierten Platz.  Picardo, ihr Held an der Longe von Alexandra Knauf, genoss sichtlich die Musik. „Für unser Pferd Picardo ist es erst das zweite Championat und hier ist es eine ganz andere Nummer als bei den Europameisterschaften. Es ist alles viel größer, es herrschen ganz andere Bedingungen und auch die Anreise ist natürlich nicht zu vergleichen. Aber wir haben uns alle gemeinsam gut durchgekämpft“, sagte Bresch anschließend.

Zwischenstände der Einzelvoltigierer

Die Einzelvoltigierer absolvierten heute ihr Technikprogramm. Es ist die dritte von insgesamt vier Wertungsrunden, die am Ende zu einem Gesamtergebnis addiert werden.

Bei den Damen liegt Kristina Boe (Hamburg) vor dem finalen Kürdurchgang in Führung, dicht gefolgt von der Österreicherin Lisa Wild (8,229). Unterstützt von Winnie Schlüter an der Longe von Don de la Mar nimmt Boe 8,278 Punkte ins Finale mit. Das beste Ergebnis im Technikprogramm erzielte allerdings Janika Derks (Dormagen), die sich damit vom sechsten auf den dritten Platz verbessern konnte. Mit einem Zwischenstand von 8,228 trennen sie nur Tausendstel von der Zweitplatzierten.

Es hätte für sie sogar noch besser ausfallen können, wenn sie nicht beim Landen einmal hätte kurz in den Sand greifen müssen. „Das ist tatsächlich teuer, das kostet einen Punkt. Aber wenn man sieht, was Janika heute für Technikübungen rausgehauen hat, die waren so auf den Punkt, das müssen die anderen auch erst mal auf den Punkt bringen“, sagte Jessica Lichtenberg, die für Derks an der Longe von Carousso Hit steht. Zwei Plätze gut machen konnte Sarah Kay aus Münster. Sie rangiert mit 8,117 Punkten auf Platz sechs. Als Thema für ihr Technikprogramm mit Sir Valentin und Longenführerin Dr. Dina Menke hatte sie Britney Spears ausgewählt.

Die Karten neu gemischt

Bei den Herren gab es einen Führungswechsel. Nach dem Technikprogramm setzte sich der Weltmeister von 2012, Lambert Leclezio, an die Spitze. Der aus Mauritius stammende Voltigierer machte erstmals 2014 in der Normandie auf sich aufmerksam. Seit geraumer Zeit startet er für Frankreich. Mit 8,572 Punkten setzte er sich vom deutschen Herren-Trio ab, dessen bestes Ergebnis an diesem Tag auf das Konto von Jannik Heiland (Wulfsen) und Dark Beluga (Longenführerin Barbara Rosiny) ging. 8,483 Punkte bedeuteten für ihn weiterhin Platz zwei im Zwischenstand.

Mit 8,421 Punkten belegt der nach Pflicht und erster Kür führende Thomas Brüsewitz, der von Patric Looser auf dem Teampferd Danny Boy OLD vorgestellt wird, im Zwischenstand Platz vier – noch hinter seinem Kaderkollegen Jannis Drewell (Steinhagen), der sich mit seinem Technikprogramm auf den dritten Platz verbessern konnte, 8,441 Punkte. Erstmals beim Championat startet Drewell nicht mit seinem eigenen Pferd, sondern wird von Lars Hansen auf Feliciano vorgestellt.

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