Schweizer Verband kämpft weiter für Distanzpferde

Distanzrennen

(© www.toffi-images.de)

In einer Pressemitteilung lässt der Schweizer Pferdesportverband wissen, dass er an seinem Einsatz für einen „respektvollen Endurance-Sport im Einklang mit dem Wohlbefinden des Pferdes“ festhält.

Eine Delegation des Verbandes hatte sich mit dem Leiter des Bereiches Distanzsport in der Internationalen Reiterlichen Vereinigung (FEI), Manuel Bandeira de Mello, getroffen. Bei dem Meeting ging es um die Frage, welche Veränderungen vorgenommen werden müssen, damit das Wohl der Pferde jederzeit gewährleistet werden kann. Der Schweizer Verband besteht auf eine Verbesserung des Qualifikationssystems für die Elite des Sports und darauf, eine „ideale Wettkampfform für die Weltreiterspiele zu finden, die mit dem bestehenden Format vereinbar ist.“

Folgendes berichtet der Schweizer Verband von dem Treffen:

Der SVPS hat vorgeschlagen, in den Reglementen eine Bedingung einzufügen, welche vorsieht, dass nur Reiter-Pferd-Paare, die sich anlässlich von zwei Qualifikationsrennen zusammen qualifiziert haben, auf einem höheren Niveau starten dürfen. Endurance soll das Zusammenspiel und Vertrauen zwischen Reiter und Pferd aufzeigen («Horsemanship»). Diese Forderung würde eine Verbesserung des Wohlbefindens der Pferde mit sich bringen und gleichzeitig mitbewirken, die Tempoexzesse und andere Probleme zu mindern. Diese Anforderung bleibt nach wie vor aktuell und die Schweizer Delegation insistiert, dass die Forderungen in der nächsten Revision der Endurance-Reglemente auch entsprechend verankert werden. Es geht um die Glaubwürdigkeit dieser Disziplin. Weiter hat sich der SVPS bereit erklärt, die notwendigen Statistiken durchzuführen.
 
Der SVPS will auch mithelfen, mögliche attraktive Vorschläge betreffend das Format für die Weltreiterspiele zu finden. Diese Vorschläge sollen unterstützen, dass wirklich nur die besten Paare an Weltmeisterschaften teilnehmen dürfen. Diese sollen sich im Vorfeld an verschiedenen Rennen in den zwei Jahren vor der Meisterschaft behaupten und qualifizieren können. Der SVPS hat seine Standpunkte gegen ein Wettkampf-Format über zwei Tage wiederholt und unterstrichen. Würde dieses Format nur an den Weltreiterspielen ausgetragen, würde dies exzessive Geschwindigkeiten provozieren und noch mehr Gefahren für die Pferde mit sich bringen.
 
Nach einer Analyse der aktuellen Situation in verschiedenen Ländern der FEI-Gruppe VII, insbesondere in den Vereinigten Arabischen Emiraten VAE, bleibt der SVPS seiner Linie treu und erinnerte anlässlich des Treffens daran, dass er wachsam bleibt. Er wartet nun das Ende der Saison im Nahen Osten ab, um anschliessend über eine eventuelle Beschickung der Weltmeisterschaften im Dezember 2016 in Dubai mit Schweizer Athleten zu entscheiden.

Manuel Bandeira de Mello hat die Vorschläge der Schweizer Delegation mit Interesse entgegengenommen und bedankte sich für die offene Diskussion. Er hat sich bereit erklärt, künftig einen regelmässigen Dialog mit dem Schweizerischen Verband für Pferdesport zu pflegen.

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