Sieger im Deutschen Galopp-Derby 2017: Windstoß vom Gestüt Röttgen

Hamburg, Windstoss mit Maxim Pecheur gewinnt das 148. IDEE Deutsches Derby

Windstoss mit Maxim Pecheur gewinnt das 148. IDEE Deutsches Derby auf der Galopprennbahn Hamburg-Horn. (© www.galoppfoto.de/Frank Sorge)

Es war gestern das richtige Wetter in Hamburg für ein Pferd namens Windstoß, um einen historischen Sieg im Deutschen Galopp-Derby zu landen.

Am Derby-Morgen goss es nicht nur in Strömen in der Hansestadt, der Wind ließ den Regen auch noch quasi senkrecht übers Land wehen. Nicht unbedingt die idealen Voraussetzungen für einen gut besuchten Renntag! Aber ab Mittag hatte Petrus dann ein Einsehen und schickte sogar ein paar Sonnenstrahlen. Das Geläuf hielt dank der Mitarbeiter der Galopprennbahn Hamburg-Horn ohnehin.

So konnte es also losgehen. Windstoß vom Gestüt Röttgen war Mitfavorit des Rennens. In seinem Sattel: der erst 26-jährige Maxim Pecheur. Sein Shirocco-Sohn war mit ihm in diesem Jahr schon Zweiter im Kölner Oppenheim-Union-Rennen gewesen.

Spannend bis zum Schluss

Im Derby schlug seine große Stunde. 18 Pferde waren in dem Rennen am Start. Quasi bis zur Zielgeraden galoppierte Windstoß im hinteren Teil des Feldes. Und dann machte er seinem Namen alle Ehre. In der entscheidenen Phase des Rennens flog er wie von der Sehne geschnellt am Feld vorbei und überholte kurz vorm Ziel auch noch den als sicheren Sieger geglaubten Enjoy Vijay unter Champion-Jockey Andrasch Starke.

Historischer Sieg

Dies war der erste Derby-Sieg für das Gestüt Röttgen seit 1959 durch Uomo. Dr. Günter Paul, der Vorsitzende der Mehl-Mühlens-Stiftung zu der auch Gestüt Röttgen gehört, lobte vor allem seinen Jockey: „Ich freue mich sehr, dass wir einem jungen Reiter wie Maxim Pecheur vertraut haben. Er hat alles perfekt umgesetzt.“

Vertrauen und ein Superpferd

Für Pecheur war dies der erste Gruppe-Sieg. Eigentlich hätte Stalljockey Adrie de Vries den Mitfavoriten Windstoß reiten sollen, aber der ist verletzt. So schlug Pecheurs große Stunde. Der beschreibt: „Ich kann es kaum in Worte fassen, dass man mir das Vertrauen geschenkt hat und wir nun gewonnen haben. Ich habe mich unterwegs aus allen Positionskämpfen herausgehalten. Er hat so riesig angezogen, und das im größten Rennen, das es in Deutschland gibt. Das ist mein bedeutendster Erfolg bislang.“