Silber für Deutschland und zwei neue deutsche Europameisterinnen bei der Jugend-EM Fahren

Motiv Zweispänner – Ausschnitt

Symbolbild (© www.toffi-images.de)

Im ungarischen Aszár Kisber wurden am Wochenende die Nachwuchs-Europameisterschaften im Fahren in den Disziplinen Junge Fahrer (U25(, Junioren, Pony-Zweispänner und Children ausgetragen. Es gab zweimal Gold und jeweils eine Silber- und Bronzemedaille für deutsche Fahrer sowie Silber mit der Mannschaft.

Jugend-Bundestrainer Dieter Lauterbach zog ein positives Fazit von den Leistungen seiner Schützlinge: „Ich bin sehr zufrieden mit der Silbermedaille für unser Team. Wir hätten unseren Titel vom vergangenen Jahr zwar gerne verteidigt, daher ist man dann doch kurz etwas enttäuscht, dass es nicht Gold geworden ist, aber alle Fahrer und Fahrerinnen haben tolle Leistungen gezeigt und am Ende hat uns auch nur ein kleines bisschen Glück im Kegelparcours gefehlt.“

Für die Mannschaftswertungen zählten die Ergebnisse von sechs Fahrern. Das waren Lisa Maria Tischer mit Great Dancer B in der Altersklasse Junge Fahrer, Leon Zacharias Reinhart bei den Pony-Zweispännern, Lea Schröder bei den Junioren mit dem Pony-Zweispänner, Philipp Stolzenberger mit Galileo bei den Pony-Einspännern sowie Nele Voskort mit Moncheri H und Wiebke Wolters mit Akito jeweils in der Altersklasse Children.

Sie kamen mit den Ergebnissen ihrer Teilprüfungen auf insgesamt 339,38 Punkte, die für den Silberrang reichten. Laut Lauterbach zeigten die Teammitglieder hier und da Schwächen im Kegelparcours. Neue Europameister sind die Niederländer mit der Gesamtpunktzahl von 333,54. Die Bronzemedaille wurde den Gastgebern aus Ungarn zuteil (346,49).

Überlegenes Gold für Lisa Maria Tischer

Sie sicherte sich in diesem Jahr bereits den Titel der Deutschen Jugendmeisterin, reiste bereits als amtierende Europameisterin in der Altersklasse U25 bei den Pony-Einspännern an und verteidigte diesen Titel souverän: Lisa Maria Tischer. Mit ihrem Great Dancer B siegte sie in Dressur und Gelände und blieb im Kegelfahren fehlerfrei. 110,82 Punkte lautete somit ihr Endresultat, das überlegen Gold bedeutete. „Lisa Maria Tischer war hier mit Sicherheit die Favoritin und sie hat das ganz toll gemeistert hier“, so Lauterbach.

Ein Neuling bei der Jugend-EM war hingegen Ciara Schubert. Sie startete ebenfalls in der U25-Tour, allerdings mit einem Pferd statt eines Ponys vor der Kutsche. Dieses Pferd hieß im Falle von Schubert Energy und kam in der Dressur sowie im Gelände auf den zweiten Platz. Schließlich beendeten Energy und Ciara Schubert den Kegelparcours mit nur 0,55 Zeitstrafpunkten. Das bedeutete die Goldmedaille für die EM-Debütanten!

Michelle Bloßfeld mit Interflug verpasste bei den U25-Pferde-Einspännern knapp eine Medaille, ebenso wie Leon Zacharias Reinhardt bei den Pony-Zweispännern U25.

Silbermedaille für Max Andrew, Bronze an Lea Schröder bei den Junioren

Die Einzelwertung bei den Fahrern in der Altersklasse Junioren kann sich ebenfalls sehen lassen. Max Andrew sicherte sich die Silbermedaille bei den Pony-Zweispännern mit seinen Vierbeinern Leybucht Lancelot, Leybuchts Pierre und Polhaar Secret Seryddwr mit 131,55 Punkten. Dahinter landete Andrews Teamkollegin Lea Schröder mit ihren Ponys Jim Bob, John Boy und St. Pieters Emrys auf dem Bronzerang mit 135,44 Punkten. Die Goldmedaille blieb im Land der Gastgeber bei Péter Juhász mit 122,87 Punkten.

Bei den Pony-Einspännern in der Junioren-Altersklasse kam Philipp Stolzenberger mit Galileo auf Platz fünf, Laura Hüsges erreichte mit Titus den neunten Rang.

Children mit viel Konkurrenz und ohne Medaillen für deutsche Fahrer

Mit 26 Teilnehmern war die Altersklasse der Children bei der Jugend-EM Fahren in diesem Jahr am stärksten besetzt. Aus deutscher Sicht am besten abschneiden konnte Audrey Bannert mit ihrem Pony Vasco (Rang 13). Wiebke Wolters mit Akito und Nele Voskort mit Moncheri H wurden 17. und 18.

„Die jüngsten Teilnehmer hatten am Geländetag die schwierigsten Bedingungen, denn dadurch dass es zuvor stark geregnet hatte, war die Geländestrecke am Samstagmorgen sehr rutschig und die Bodenverhältnisse schwierig, aber das haben alle Teilnehmer gut gemeistert“, so der Bundestrainer Dieter Lauterbach. „Am Nachmittag war die Strecke dann abgetrocknet und es herrschten wieder ideale Bedingungen. Insgesamt war es eine tolle Veranstaltung.“

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