Syneprin – Schlankmacher als neues Dopingmittel?

Im Blut lässt sich das West-Nil-Virus nachweisen

Dopingprobe (© Julia Rau)

Der Weltreiterverband (FEI) hat sich auf seiner Webseite zu dem Stoff Syneprin geäußert. Zehn Springpferde waren in den vergangenen Wochen positiv auf die Dopingsubstanz getestet worden. Bei Menschen sind leistungssteigernde Effekte des Schlankmachers („Fat Burner“) nachgewiesen.

Auf Turnieren in Mexiko und Spanien wurde in den vergangenen Wochen die Substanz Syneprin in Dopingproben nachgewiesen. Mehrere Pferde wurde bei den CSI4* Balvanera und Leon, aber auch im spanischen Carmona, positiv auf Syneprin getestet. Bei den Fällen aus Spanien aus dem Februar dieses Jahres sind die Pferde For Fun des Finnen Ville Poltokoski und Famorku des Slowaken Gaj Riossa betroffen.

Was ist Syneprin?

Syneprin ist mit dem Wirkstoff Ephedrin verwandt. Es zählt zu den Sympathomimetika. Das sind Stoffe, die über den Sympathikus Einfluss auf das vegetative Nervensystem nehmen. So wird nach deren Eingabe die Herzfrequenz gesteigert, der Blutdruck erhöht und auch die Atemwege können geweitet werden. Der Körper erhält also mehr Sauerstoff. Da dabei häufig der Appetit der Patienten eingeschränkt wird, findet sich der Wirkstoff Syneprin in vielen als „Fat Burnern“ angepriesenen Präparaten. In Verbindung mit Coffein kann Syneprin gefährlich sein. Herzrhythmusstörungen können beispielsweise eine Folge sein. Tests mit menschlichen Athleten haben die leistungssteigernde Wirkung von Syneprin nachgewiesen.

Da der Stoff in der Schale der Bitterorange vorkommt, weist die FEI in ihrer Mitteilung ausdrücklich auf die Gefahr von Futtermittelkontaminationen hin. Auch in den Blättern von Zitrusobstbäumen (z. B. Zitronen, Orangen, Mandarinen) ist Syneprin vorhanden. Darüberhinaus kann das schnell wachsende Teff-Gras (Zwerghirse, Eragrostis tef), das gerne zur Heugewinnung für Rinder aber auch Pferde angebaut wird, den Wirkstoff enthalten.

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