Tokio 2020: Der Zeitplan für die Olympischen Spiele steht, der Ticket-Verkauf startet

„Wie früher, nur besser“, hatte Bundestrainerin Monica Theodorescu nach dem Grand Prix über die Luxussituation gesagt. Tatsächlich, Olympiagold mit drei Ritten jeweils über 80 Prozent in Grand Prix und Special, das hat es bisher noch nie gegeben. Und einem vierten Mann, der in jeder anderen Nationen das Flaggschiff wäre. Das Schönste: Alle vier Paare verkörpern die klassische Ausbildung und bestechen durch Leichtigkeit und Harmonie mit ihren Pferde, die allesamt den Eindruck vermitteln, dass sie ihren Job gerne machen. Keine Selbstverständlichkeit, wie man bei anderen Ritten feststellen konnte …

Da waren's nur noch drei – in Tokio 2020 treten alle Teams nur noch mit drei Reitern pro Nation an. (© Pauline von Hardenberg)

Wir befinden uns in der XXXII. Olympiade, deren Sommerspiele vom 24. Juli bis 9. August in Tokio ihre Schatten vorauswerfen. Am 24. Juni startet der Ticket-Verkauf.

Tokio hat bereits Erfahrung als Gastgeber der Olympischen Sommerspiele. 1964 trafen sich hier schon einmal die besten Sportler der Welt. Vom 24. Juli bis 9. August ist es wieder so weit. Athleten aus 33 Sportarten, 51 Disziplinen messen sich in 339 Wettkämpfen. Wer live dabei sein will beim größten Sportereignis der Welt, kann ab 24. Juni Tickets erwerben.

Die wichtigsten Tage für die Reiter

Dressur: 25. Juli bis 29. Juli

Vielseitigkeit: 31. Juli bis 3. August

Springen: 4. August bis 8. August

Tokio 1964

Das Dressurtrio Harry Boldt, Reiner Klimke und Josef Neckermann war in den 1960er-Jahren eine Babk für Goldmedaillen. Das war bei den Olympischen Spielen 1964 in Tokio nicht anders. Mit Remus (Boldt), Dux (Klimke) und Antoinette sicherten sie sich den Mannschaftstitel vor der Schweiz und den Russen. Es wurde also auch damals schon zu dritt geritten ohne Streichergebnis.

In der Einzelwertung gewann Harry Boldt auf dem Ramzes-Sohn Remus Silber – mit gerade mal einem Punkt Abstand zum Schweizer Sieger Henri Chammartin auf Woermann. Bronze ging damals an Sergej Filatow auf dem Achall Tekkiner Hengst Absent.

Springen

Auch die Springreiter holten Mannschaftsgold in der Besetzung Kurt Jarasinski auf Torro, Hermann Schridde mit Dozent II und Hans Günter Winkler im Sattel von Fidelitas. In der Einzelwertung holten Hermann Schridde und Dozent II Silber nach Deutschland. Kurt Jarasinski und Torro wurden Achte, HGW und Fidelitas fanden sich an 16. Stelle wieder.

Der Einzeltitel ging nach Frankreich, an Pierre Jonqueres d’Oriola mit Lutteur B. Bronze sicherte sich der Brite Peter Robeson auf Firecrest.

Vielseitigkeit

Die Vielseitigkeitsreiter hatten zwei Bronzemedaillen im Gepäck, als sie heimkehrten nach Deutschland. Der Sieg in der Mannschaftswertung ging an die Italiener, gefolgt von dem Trio aus den USA. Für das drittplatzierte deutsche Team ritten Horst Karsten auf Condora, Gerhard Schulz mit Balca und Fritz Ligges im Sattel von Donkosak.

Letztere waren es, die auch in der Einzelwertung eine Bronzemedaille entgegennehmen durften. Ganz oben auf dem Treppchen stand Italiens Mauro Checcoli mit Surbean. Silber ging nach Argentinien dank Carlos Moratorio und Chalan.

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