Update Olympia 2020: IOC hält weiter an den Spielen fest, diskutiert aber unter anderem eine mögliche Verschiebung

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IOC-Präsident Thomas Bach (© Getty Images)

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat heute eine neue Erklärung in Bezug auf die Pläne für Tokio 2020 in Zeiten der Corona-Pandemie veröffentlicht.

Das IOC sagte, einerseits gebe es „signifikante Verbesserungen“ in Japan, die die Zuversicht des IOC stärken, dass die japanischen Gastgeber mit gewissen Einschränkungen die Olympischen Spiele organisieren könnten und gleichzeitig in der Lage wären, dem Prinzip des Schutzes der Gesundheit aller Beteiligten Rechnung zu tragen.

Auf der anderen Seite gebe es den dramatischen Anstieg an Fällen und Ausbrüchen von COVID-19 in verschiedenen Ländern auf verschiedenen Kontinenten.

Aus dem Grund habe man beschlossen, dass das IOC seine Pläne anpassen muss. Man geht davon aus, dass eine Reihe wichtiger Veranstaltungsorte für die Spiele möglicherweise nicht mehr zur Verfügung stehen. Millionen Übernachtungen seien bereits gebucht und die internationalen Kalender für mindestens 33 olympische Sportarten müssten angepasst werden. Dies seien nur einige von vielen, vielen weiteren Herausforderungen.

Aus diesem Grund brauche es zusätzlich zur Planung für verschiedene Szenarios die volle Unterstützung und Kooperation seitens des Organisationskomitees der Spiele und der Japanischen Behörden, ebenso wie die aller internationalen Verbände und der Nationalen Olympischen Komitees.

Es bräuchte auch die Zustimmung und Zusammenarbeit der TV-Sender, die die Übertragungsrechte haben, der Sponsoren, Zulieferer und überhaupt aller Vertragspartner. „Angesichts der gemeinsamen Unterstützung der Beteiligten für die Olympischen Spiele und der weltweiten immer schlimmer werdenden Situation hat das Präsidium des IOC heute den nächsten Schritt in der Szenario-Planung initiiert.“

Heißt: Das IOC hat zusammen mit den Veranstaltern und Behörden in Japan unter anderem darüber diskutiert, ob man die Spiele verschieben könnte. Man ist zuversichtlich, innerhalb der nächsten vier Wochen zu einem Ergebnis zu kommen.

Von einer Verschiebung der Spiele verspricht man sich unter anderem mehr Zeit, um die Entwicklung der Corona-Krise verfolgen zu können. Auf Basis dessen könne man dann entsprechende Entscheidungen im besten Interesse aller Beteiligten treffen.

Das Präsidium hat noch einmal betont, dass eine Absage der Spiele kein Problem lösen und niemandem helfen würde. Aus diesem Grund stehe eine Absage nicht zur Debatte. 

Thomas Bach an die Athleten

IOC-Präsident Thomas Bach hat sich mit einem weiteren Schreiben an die Athleten gewandt. Darin betont er noch einmal, dass der Schutz der Gesundheit der Beteiligten sowie die Mithilfe daran, das Virus zu stoppen das Grundprinzip allen Handels sei:

„Menschenleben sind wichtiger als alles andere, inklusive der Veranstaltung der Spiele. Das IOC möchte zu der Lösung beitragen. Daher haben wir es zu unserer obersten Maxime erhoben, das Leben aller Beteiligten zu schützen und dazu beizutragen, das Virus zu bekämpfen. Ich hoffe, und daran arbeiten wir alle, dass sich die Hoffnung, die so viele Athleten, NOCs und internationalen Verbände geäußert haben, sich erfüllen: dass am Ende dieses dunklen Tunnels, durch den wir alle gemeinsam gehen und von dem wir nicht wissen, wie lang er ist, die olympische Flamme als Licht am Ende des Tunnels leuchtet.“

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