Vereinigte Arabische Emirate: Drei tote Pferde bei Distanzrennen

Distanzrennen

(© www.toffi-images.de)

Die Schweizer Organisation „Clean Endurance“ meldet drei Todesfälle bei einem einzigen Rennen in den Vereinigten Arabischen Emiraten (UAE). Clean Endurance hat sich auf die Fahnen geschrieben, die Situation der Pferde im Distanzsport zu verbessern. Die Organisation arbeitet unter anderem mit der FEI zusammen.

Bei dem Rennen handelte es sich um einen nationalen 100 Kilometer-Ritt in Dubai am 29. November. Zwei Pferde, Patrolons Moonstruck und Azzam Al Khamis haben den ersten Streckenabschnitt nicht beenden können. Das dritte Pferd, Syferpan Usain, starb bei der dritten Runde. Patrolons Moonstruck war ein zwölfjähriger Halbaraber, Azzam Al Khamis war bereits 17 und für dieses Jahr bei der FEI als nicht aktiv registriert. Syferpan Usain war erst elfjährig, international aber seit Jahren nicht am Start gewesen.

Bei diesem nationalen Rennen werden die drei Pferde nicht als tot aufgeführt, sondern auf der Ergebnisliste sind sie entweder disqualifiziert oder haben das Rennen nicht beenden können. In der Datenbank des Weltreiterverbandes FEI ist jedoch ihr Todestag angegeben, der 29. November 2017, der Tag des Rennens.

26 vertuschte Todesfälle seit 2014

Laut den Recherchen von Clean Endurance gab es seit 2014 26 Todesfälle bei Distanzritten, die nie offiziell gemacht wurden. Zu diesen 26 toten Pferden hinzu kommen noch 22, die in den Ergebnislisten offiziell als „Catastrophically Injured“ (CI), also tot, vermerkt sind.

Das Kürzel CI wurde von der FEI 2014 eingeführt, um für größere Transparenz zu sorgen. Dennoch sind die meisten der 26 toten Pferde als „Failed to Complete“ (FTC) vermerkt. Bei weiteren Recherchen könnte es also sein, dass noch mehr Todesfälle ans Licht kommen.

Nachdem der Weltreiterverband von den Vertuschungen Wind bekommen hatte, wurden laut Clean Endurance eine ganze Reihe alter Ergebnisse vom UAE-Verband in CIs umgewandelt.

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