WM 2018: Bronze! Reiner gewinnen erste Medaille für deutsches Team

Tryon – FEI World Equestrian Gamesô 2018

Markus Süchting und Spotlight Charly gewannen Team-Bronze bei ihrem WM-Debüt. (© © www.sportfotos-lafrentz.de/Dirk Caremans)

Der Mannschaftswettbewerb in der Reining ist entschieden! Gold ging, wie zu erwarten, an das Gastgeberland USA, Silber konnte sich Belgien sichern. Erstmals seit es die Western-Dressur als eigene Disziplin bei den Weltreiterspielen gibt, schaffte es auch die deutsche Mannschaft auf das Podium.

Entsprechend riesig war die Freude im Team und beim deutschen Tross. Da spritzte der Champagner und im Stall begann die Party, kaum dass der letzte Starter, der Österreicher Rudi Kronsteiner durch war. Er hätte die Medaille noch gefährden können. Als dann feststand, dass es gereicht hatte, intonierte Voltigier-Bundestrainer Kai Vorwerk den Karnevals-Ohrwurm Huba Humba Täterä und alle tanzten auf der Stallgasse.

Die vier Teamreiter lagen alle dicht beieinander: Grischa Ludwig auf Ruf Lil Diamond (223,5), Markus Süchting auf Spotlight Charly (222,0), Julia Schumacher auf Coeurs Little Tyke (221,0) und Robin Schoeller auf Wimpy Kaweah (220,0). „Meine Diamond war heute ein bisschen müde, sie ist das Wetter hier halt nicht gewöhnt. Es war ihr sehr warm. Aber sie ist immer ein Verlasspferd, hat alles gegeben“, sagt Grischa Ludwig. „In der Einzelwertung muss ich dann aber noch eine Schippe drauflegen, wenn ich vorne dabei sein will“, sagt der amtierende Vizeweltmeister und erklärt auch, wo er sich noch verbessern kann. „Der letzte Stopp war nur semi-ideal, nicht so, wie sie es eigentlich kann und auch das Rückwärtsrichten geht noch besser.“

WM-Debüt geglückt

Verschwitzt, aber über das ganze Gesicht strahlend beendete Neuling Markus Süchting mit Spotlight Charly seine WM-Premiere. Mit ihm strahlten auch die Teamkollegen und der Bundestrainer Nico Hörmann über das Ergebnis von 222 Punkten. „219 war mein absolutes Wunschziel. Eine 222, dann noch mit einem Unterdrehen, das ist der absolute Wahnsinn“, sagt er und erklärt: „Nach dem Spin muss das Pferd immer genau zu den Richtern gucken, da waren wir einen Tucken zu früh. Das hat sicher einen halben Punkt pro Richter gekostet. 1,5 mehr, das wäre mein absolut bestes Ergebnis gewesen. Aber ich bin auch so absolut zufrieden.“

Zufrieden war auch Julia Schumacher. „Wenn ich ehrlich bin, hätte ich gedacht, der  Score wäre höher. Aber es war ein unbeschreibliches Gefühl hier zu reiten, in Caen vor vier Jahren war ich noch als Zuschauerin dabei.“ Robin Schoeller auf Wimpy Kaweah (220,0) lieferte das Streichergebnis, was schlechter klingt, als es ist, denn der Abstand zu seinen Kollegen war nur gering. „Mein Pferd war wirklich super, ich habe es gut gedreht bekommen. Seine größte Stärke ist eigentlich der Stopp, leider haben wir den ersten Stopp etwas verpasst. Ich bin trotzdem froh, dass ich ein gutes Ergebnis beitragen konnte. Natürlich ist es etwas anderes, auf einem Championat zu reiten, wo man nicht nur für sich, sondern für das Team reitet.“ In der Einzelwertung belegen die deutschen Reiter vorläufig die Plätze 7, 11, 14 und 20.

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