Paris: Romain Duguet knackt Jackpot, Deutscher Nachwuchs mit Spitzenleistung

Wohl einen der größten Erfolge seiner bisherigen Karriere, wenn nicht gar den größten feierte an diesem Wochenende der Schweizer Romain Duguet beim Saut Hermès. In diesem Jahr ist dies sein erstes Fünf-Sterne-Turnier gewesen – ein Schuss, ein Treffer. Und auch die Deutschen schnitten gut ab.

Viele seiner vorangegangenen guten Platzierungen und auch mal goldenen Schleifen hatte Romain Duguet mit dem Pferd erreicht, das ihm heute 132.000 Euro Preisgeld einsprang: der elfjährigen Selle Francais-Stute Quorida de Treho v. Kannan. Mit großem Vorsprung von über einer Sekunde auf alle weiteren Paare im achtköpfigen Stechen kam die Stute nach 38,99 Sekunden ins Ziel. Als eines von nur drei Pferden, die auch in der entscheidenden Runde gegen die Uhr alle Stangen liegen ließen.

Platz zwei ging an die in der Normandie beheimatete Australierin Amy Graham auf Bella Baloubet, ihrem 13 Jahre alten Holsteiner Hengst v. Baloubet du Rouet. Graham hatte im Dezember für Furore gesorgt, als sie mit eben jenem Pferd erst die beiden Qualifkationen und dann auch den Großen Preis von Salzburg selbst gewann. Und auch in Paris lief bislang alles gut. Gestern gewannen sie und ihr Hengst zusammen mit Julien Epaillard den Le Saut Hermès für gemischte Paare. Heute kamen zu den 25.000 Euro für den gestrigen Erfolg noch 80.000 hinzu.

Dritter wurde ein weiterer Schweizer: Steve Guerdat im Sattel eines Westfalen namens Corbinian v. man ahnt es schon! Cornet Obolensky aus einer Mutter v. Pilot. Der neunjährige Hengst erreichte das Ziel nach 40,52 Sekunden.

Hinter dem vierplatzierten Belgier Wathelet der sich mit der vor noch nicht allzu langer Zeit übernommenen Kannan-Tochter Oh d’Eole offenbar gut angefreundet hat landete der Vorjahressieger auf Platz fünf: Marcus Ehning mit Cornado v. Cornet Obolensky-Acobat. Der sprunggewaltige zwölfjährige Westfale hatte heute einen Abwurf im Stechen.

Zweitbester Deutscher und als Achter auch noch im Geld war Christian Ahlmann mit seinem Neuen, dem elf Jahre alten BWP-Hengst Epleaser van’t Heike v. For Pleasure aus Jos Lansinks Spitzenstute Valentina van’t Heike v. Nabab de Reve. Die beiden ließen es ruhig angehen im Stechen, kamen nach 41,19 Sekunden ins Ziel und nahmen unterwegs eine Stange mit.

Ludger Beerbaum und Chaman hatten zwei Abwürfe. Daniel Deußer und die Non Stop-Pilot-Tochter Pironella gaben auf.
Begonnen hatte der Tag heute mit dem Prix de la Ville de Paris über 1,50 Meter in zwei Phasen. Hier triumphierte der Niederländer Maikel van der Vleuten auf der belgischen Chin Chin-Quidam de Revel-Tochter Eureka. Zweite wurde die Spanier Pilar Lucrecia Cordon auf dem 14 Jahre alten Selle Francais-Wallach Nuage Bleu v. Fildor de Largival-Odjak du Trens. Billy Twomey hielt als Dritter auf Lizziemary v. Cabri D’Elle-Acord II die Farben Irlands hoch.

Einziger platzierter Deutscher war Marcus Ehning mit dem selbst gezogenen Funky Fred v. For Pleasure-Pilot auf Rang neun. Wie einige andere auch hatten die beiden einen Abwurf in der zweiten Phase. Auch Christian Ahlmann und Aragon Z war es so ergangen, bei Daniel Deußer und Carriere wurden es fünf Fehler in der zweiten Parcourshälfte.

Einen richtig guten Tag hatten heute die beiden deutschen U25-Springreiterinnen Vanessa Borgmnn und Angelique Rüsen erwischt. Ähnlich wie gestern beim Le Sait Hermès traten heute beim letzten Les Talents Hermès die Reiter in Zweierteams an. Vanessa Borgmann und ihr Westfale Come To Win v. Cornet Obolensky-Coronino waren schon in den Vortagen jeweils Dritte geworden. Angelique Rüsen und Chikkimikki, eine zehnjährige Holsteiner Stute v. Conello-Calippo, hatten sich von Tag zu Tag gesteigert und setzten dem Wochenende heute die Krone auf. Die beiden waren das einzige Paar, das in beiden Umläufen fehlerfrei ins Ziel kam.

Ein Geschwister-Paar, die Gulliksens aus Norwegen, behaupteten sich mit dem schnellsten Vier-Fehler-Ergebnis auf Rang zwei. Victoria Gulliksen steuerte den zehn Jahre alten SBS-Wallach Viego Les Hauts v. Ogano Sitte-Clinton in fehlerfreien 37,30 Sekunden durchs Stechen und waren auch im vorangegangenen Parcours sauber geblieben. Das gelang Bruder Johan-Sebastian Gulliksen und Grand Balou v. Balou du Rouet-Grandeur nicht ganz. Ein Abwurf in der ersten Runde kostete den Sieg. Obwohl sie mit Abstand die schnellste fehlerfreie Stechrunde herausritten (33,98 Sekunden).

Platz drei ging in die Niederlande, an Hendrik-Jan Schuttert auf dem KWPN-Wallach Balboa v. Tygo-Furore und Charlotte Verhagen mit Abache v. Cantos-Lux, einem weiteren KWPN-Wallach. Schuttert lieferte heute die zweibeste Einzelleistung mit zwei strafpunktfreien Ritten und der Zeit von 34,74 Sekunden. Verhagen hatte einen Abwurf im ersten Umlauf.

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