Abschied vom ältesten Lipizzanerhengst der Welt

N.Nima I-Portrait_©Sabrina Mallick

Neapolitano Nima I im Porträt. Er war mit 40 Jahren der älteste registrierte Lipizzanerhengst der Welt. (© Sabrina Mallik)

Im April feierte der Schimmel Neapolitano Nima I von der Spanischen Hofreitschule einen runden Geburtstag – und was für einen! Mit stolzen 40 Jahren galt er als ältester Lipzzaner der Welt. Nun ist der Hengst für immer eingeschlafen.

Am 11. April 1979 um 2.40 Uhr erblickte ein Lipizzanerfohlen auf dem österreichischen Gestüt Piber das Licht der Welt. Der kleine Hengst wurde auf den Namen Neapolitano Nima I getauft. Damals ahnte vermutlich noch niemand, welche große Karriere ihm bevorstehen sollte. Viele Jahre lang begeisterte Neapolitano Nima das Publikum als Ensemblemitglied der Spanischen Hofreitschule in Wien.

Bei den zahlreichen Auftritten in Wien und auf der ganzen Welt glänzte der Schimmel besonders mit seinem Talent für die Levade. Sowohl an der Hand als auch unter dem Sattel beherrschte er diese Lektion der Hohen Schule. Erst mit 26 Jahren verabschiedete sich der Showstar schließlich in den wohlverdienten Ruhestand. Diesen durfte er an seinem Geburtsort, dem Gestüt Piber verbringen. Dort ist er nun auch verstorben.

Abschiedsworte

Gestüt Piber

Neapolitano Nima I zeigt mit Bereiter Harrer die Levade (1995). (© Gestüt Piber)

„Der Ausnahmehengst der Spanischen Hofreitschule Neapolitano Nima I ist heute im stolzen Alter von 40 Jahren in seinem Zuhause, dem Lipizzanergestüt Piber für immer friedlich eingeschlafen. Nima hat uns und alle Zuschauer über 20 Jahre mit seinem außergewöhnlichem Können begeistert. Wir werden dich niemals vergessen. Ruhe in Frieden, Freund!“ verkündete die Spanische Hofreitschule gestern auf Facebook.

Rudolf Kuzmicki hatte dem Hengst bereits anlässlich seines 40. Geburtstags in diesem Jahr ein Denkmal gesetzt. In seinem Buch „Neapolitano Nima I. – Der weiße Diamant“ schildert er die Lebensstationen des Schimmels.

St.GEORG NEWSLETTER

Schnell, aktuell und auf einen Blick wissen, was Sache ist!
Das bietet der St.GEORG Newsletter.