Abschied von der britischen Springreiter-Legende Liz Edgar

Sie war die erste Frau, die den Großen Preis von Aachen gewann, und sie war ein Vorbild für spätere Olympiasieger: Liz Edgar. Mit 76 Jahren ist die Britin nun gestorben.

Liz Edgar hat ihr ganzes Leben dem Springsport gewidmet. Sie war weltweit bekannt für ihren herausragenden Stil im Sattel und ihr naturgegebenes Gefühl für Pferde. Auf diese Weise hat sie fünfmal den Queen Elizabeth Cup gewonnen, ein Rekord. Außerdem ist sie die erste Frau, die beim CHIO Aachen den Großen Preis gewinnen konnte, und hat die britischen Farben mehrfach bei Nationenpreisen und Championaten vertreten.

Das Pferd ihres Lebens war der Fuchs Everest Forever, ein Oldenburger v. Futuro und damit ein Furioso II-Enkel. Mit ihm gewann sie 1980 den Großen Preis von Aachen und holte drei ihrer fünf Siege im Queen Elizabeth Cup. Außerdem gehörte sie mit ihm zum siegreichen Nationenpreisteam in Dublin 1985 und vertrat mit ihm die britischen Farben bei Europameisterschaften.

Liz Edgar war die jüngere Schwester von David Broome. Sein Name mag der bekanntere sein, aber er selbst sagt: „Ich hatte Glück. Sie hat die Ponys und Pferde für mich gearbeitet und ich habe die Lorbeeren eingeheimst. Eine meiner schönsten Erinnerungen ist die, als wir zusammen eine Ehrenrunde als Bruder und Schwester geritten sind, nachdem ich den King’s und sie den Queen’s Cup in Wembley gewonnen hatte.“

Sie sei ein perfektes Vorbild für Generationen von Reitern gewesen und er selbst habe ihren flüssigen, akkuraten Stil immer bewundert. Sie habe alles immer so einfach aussehen lassen.

Vorbild für viele

Liz Edgar war verheiratet mit Ted Edgar, der bereits 2018 verstorben war. Zusammen haben sie in Warwickshire einen erfolgreichen Springstall geführt, in dem Reitergrößen wie Nick Skelton und Ben Maher geformt wurden. Nach dem Tode von Ted Edgar hat Liz den Stall zusammen mit ihrer Tochter Marie weitergeführt.

Sie hat auch gezüchtet, unter anderem die Stute Diva II, die mit Ben Maher großen Erfolg hatte. Außerdem war sie lange als Funktionärin im britischen Verband tätig und hat so ihren Teil zur Entwicklung des Sports insgesamt beigetragen.

Ihr Bruder David Broome sagte: „Der Schock über ihren Verlust wird eines Tages nachlassen. Aber die Erinnerung an sie als eine wunderbare Schwester, eine echte Freundin, eine wundervolle Mutter für meine Nichte Marie und überhaupt eine Lady mit Prinzipien und Würde wird weiterleben. Sie ist gestorben, wie sie gelebt hat – eine wahre Lady bis zum Schluss.“

www.britishshowjumpig.co.uk

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