Abschied von der ehemaligen FEI-Präsidentin Pilar de Borbón

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Doña Pilar de Borbón (© von Korff)

Mit 83 Jahren erlag die ehemalige FEI-Präsidentin Pilar de Borbón, die Schwester des ehemaligen spanischen Königs Juan Carlos, ihrem Krebsleiden.

Bereits seit einigen Jahren litt Doña Pilar de Borbón an Darmkrebs. Sonntag kam sie ins Krankenhaus, Mittwoch erlag sie nun ihrem Leiden. Die auf nationaler Ebene erfolgreiche Reiterin wurde 83 Jahre alt.

Von 1994 bis 2006 stand sie dem Weltreiterverband FEI-Präsidentin vor, ehe sie von Haya von Jordanien abgelöst wurde. Daneben gehörte sie dem Internationalen und dem Spanischen Nationalen Olympischen Komitee an und war Ehrenmitglied der spanischen Reiterlichen Vereinigung. Nachdem sie turnusmäßig 2006 aus dem Amt der FEI ausschied, wurde sie hier, wie auch vom IOC zum Ehrenmitglied ernannt.

Der heutige FEI-Präsident Ingmar de Vos sagte: „Sie war eine der herzlichsten Personen, die ich je kennengelernt habe und zwölf Jahre lang eine wunderbare Präsidentin für die FEI.“ Eine wahre Visionärin sei sie gewesen. Sie habe den strategischen Plan entwickelt, den Verband zu modernisieren und eine solide Führungsstruktur zu etablieren, die von ihrer Nachfolgerin Prinzessin Haya fortgeführt wurde.

„Sie war immer geradeheraus und auf den Punkt, aber immer mit einem großartigen Sinn für Humor. Die Pferdewelt wird sie immer in Erinnerung behalten.“

Dona Pilar de Borbón kam am 30. Juli 1936 in Cannes zur Welt, lebte mit ihrer Familie aber auch in Italien, der Schweiz und Estoril in Portugal. In Portugal ließ sie sich zur Krankenschwester ausbilden und arbeitete später unter anderem für das Rote Kreuz. Überhaupt lag ihr die medizinische Versorgung der Menschen am Herzen. So war sie auch eine engagierte Unterstützerin der AIDS-Forschung.

Auch setzte sie sich für den Erhalt des europäischen Kultur- und Naturerbes ein. Zwei Jahre lang war sie Präsidentin von Europa Nostra, einer Organisation, die sich eben dafür stark macht.

Doña Pilar hatte zusammen mit ihrem 1991 verstorbenen Mann Luis Gomez-Acebo fünf Kinder.

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