Alles neu für Morgan Barbançon Mestre

Painted Black unter Morgan Barbançon beim Training, damals noch mit Anky van Grunsven vor den Olympischen Spielen 2012.

Morgan Barbançon Mestre, hier mit Painted Black bei den Olympischen Spielen 2012 in London. (© Julia Rau)

Die Dressurreiterin Morgan Barbançon Mestre hat ihr Leben in diesem Jahr einmal gründlich umgekrempelt. Am Anfang des Jahres wechselte sie die Nationalität, nun zieht es sie zurück in die Schweiz. Mit Dorothee Schneider hat die 26-Jährige auch eine neue Trainerin an ihrer Seite.

Im April war bekannt geworden, dass die beiden Schwestern Alexandra und Morgan Barbançon Mestre zukünftig nicht mehr für Spanien im Dressurviereck an den Start gehen werden. Stattdessen vertreten die Töchter eines französischen Vaters nun die Tricolore. Grund für den Nationenwechsel seien „logistische und persönliche“ Gründe gewesen. Seit acht Jahren lebte und trainierte Morgan Barbançon Mestre zudem in den Niederlanden. Zunächst bei Anky van Grunsven, von der sie 2010 den Gribaldi-Sohn Painted Black übernahm, mit dem sie unter anderen bei Olympia 2012 und bei den Weltreiterspielen 2014 am Start war. Zwischenzeitlich arbeitete sie mit Andreas Helgstrand, Ton de Ridder und zuletzt mit Alex van Silfhout zusammen.

Nun zieht es die Reiterin mit ihren Pferden zurück in die neue neue alte Heimat Schweiz. Dort besitzt Familie Barbançon Mestre ein Anwesen in Genf. „Meine Zeit in Holland war toll und ich habe sehr viel gelernt. Aber jetzt ist es Zeit zurück nach Hause zu gehen und etwas neues auszuprobieren. Ich möchte bei meiner Familie sein und habe auch neue Geschäftsideen.“ Die 26-Jährige hat sich laut Eurodressage vorgenommen, den Dressursport im französischsprachigen Teil der Schweiz zu fördern.

Trainerwechsel

Mit dem Umzug in die Schweiz beendet Morgan Barbançon Mestre auch die Zusammenarbeit mit Alex van Silfhout. Die Distanz sei zu groß, um regelmäßig zum Training in die Niederlande zu fahren. Ein adäquater Ersatz ist bereits gefunden: Die Französin wird nun von Dorothee Schneider unterstützt. Zwischen Schneiders Wohnort Framersheim und Genf liegen zwar immer noch rund 550 Kilometer, aber „es passt super zwischen uns beiden, sie ist sehr engagiert, wir reden stundenlang und sie ist sehr interessant“, schwärmt Barbançon Mestre von ihrer neuen Trainerin. Dorothee Schneider habe ihr in der kurzen Zeit schon sehr geholfen, vor allem was die jungen Pferde angehe.

Mit ihren aktuellen Spitzenpferden Bolero und Sir Donnerhall II startet die Französin auf Grand Prix-Level. Zuletzt war sie unter anderem bei der Weltcup-Station in Budapest erfolgreich am Start. Zudem hat sie einige Nachwuchspferde unter dem Sattel, darunter auch Habana Libre, der unter Diederik van Silfhout dieses Jahr noch bei den Weltmeisterschaften der sechsjährigen Dressurpferde in Ermelo (NED) lief. Girasol, die Barbançon Mestre vor drei Jahren von Nadine Capellmann erworben hatte, ist inzwischen in Rente und hat bereits ihr erstes Fohlen zur Welt gebacht. Die kleine Nirasol v. Franklin kam per Embryotransfer zur Welt. Im letzten Jahr hatte Girasol noch einmal für Wirbel gesorgt, als die Tierklinik Domäne Karthaus die Stute wegen unbezahlter Rechnungen festsetzte.

Quelle: Eurodressage

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