Anna Merveldts Olympia-Dressurpferd Coryolano ist gestorben

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Coryolano unter Anna Merveldt 2012 in Aachen (© www.toffi-images.de)

Die irische Dressurreiterin Anna Merveldt hat lange Zeit in Bayern gelebt, und aus Bayern kam auch ihr langjähriges Erfolgspferd Coryolano, der dort nun mit 24 Jahren gestorben ist.

„Man wusste immer, wenn man die Mittellinie runterkam, dass ,Cheeky‘ sein Bestes geben würde. Vielen Dank, alter Freund!“ Mit diesen Worten verabschiedete sich die irische Dressurreiterin Anna Merveldt von ihrem dreifachen EM-Pferd und Olympiapartner Coryolano in einer Meldung auf der Website paulnolanequestrian.com, die der irische Verband auf seiner Facebook-Seite geteilt hat.

Seine letzten Jahre verbrachte der Wallach auf einer Rentnerweide in Bayern, wo auch Anna Merveldt früher zuhause war. Inzwischen lebt sie in Italien. Zusammen haben die beiden an den Europameisterschaften 2007 in La Mandria, Italien, 2009 in Windsor (GBR) und 2011 in Rotterdam (NED) teilgenommen. Darüber hinaus vertraten sie die irischen Farben bei den Olympischen Spielen 2012 in London.

Zwar gewann Coryolano nie eine Championatsmedaille, dafür aber diverse Schleifen bei anderen Gelegenheiten. Dreimal wurde Anna Merveldt dank ihrer Erfolge mit dem statiösen Sohn des Holsteiners Coriolan zur irischen Dressurreiterin des Jahres ernannt.

Coryolano kam 1996 bei Johann Sailer in Tittmoning zur Welt. Der hatte wohl eigentlich ein Springpferd züchten wollen. Die Mutter des Hengstfohlens, das da in seinem Stall stand, Florina F, war eine Gotthard-Urenkelin, selbst im Parcours unterwegs gewesen und Coryolanos sieben Geschwister sind allesamt Springpferde geworden. Aber der Holsteiner Calypso II-Sohn Coriolan galt als ausgesprochener Doppelvererber, und so wurde eben auch Coryolano von Beruf Dressurpferd.

 

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