Badminton-Siegerin Piggy March über den Wert des Ausreitens

Absolut sehens- und hörenswert! Die Britin Piggy March, eine der besten Vielseitigkeitsreiter*innen der Welt, berichtet, wie sie ihre Pferde über den Winter fit bekommt für die Saison – und das auf schonende Art und Weise.

Für Pferde und Reiter ist der Winter häufig Saure-Gurken-Zeit. Wenn man erst abends nach der Arbeit in den Stall kommt, ist es meist schon dunkel, so dass einem nur die Halle zum Reiten bleibt, die dann häufig auch noch hoffnungslos überfüllt ist. Umso wichtiger, dass man am Wochenende für Abwechslung sorgt!

Ideal dafür: Ausritte. Die Tipps, die Badminton-Siegerin Piggy March gibt, funktionieren natürlich besonders für Vielseitigkeitspferde, aber davon profitieren auch Dressur- und Springpferde. Ihr Ziel: die Pferde bis März fit für die grüne Saison zu haben, ohne sie über Gebühr viel zu galoppieren – was zwar gut und notwendig ist, aber ja auch eine Belastung für Sehnen und Gelenke darstellt.

Das Zauberwort sind Hügel/Berge/Steigungen, was immer einem zur Verfügung steht. Die reitet March im Schritt und im Trab. Langsames Tempo über lange Strecken fördert die Grundlagen-Ausdauer.

Gleichzeitig nutzt sie die Ausritte auch um ihre Pferde zu gymnastizieren. Beim bergab Traben kann man die Selbsthaltung überprüfen, bergauf sollen die Pferde sich strecken und kräftig von hinten schieben.

Super für den Bewegungsapparat sind verschiedene Oberflächen, um die Sehnen und Bänder an die Belastung zu gewöhnen. Das kann dann auch schon mal tieferer Boden sein, oder auch Asphalt. Aber alles in Maßen und angepasstem Tempo. Das fördert auch die Geschicklichkeit der Pferde.

Das Ganze soll nicht irgendwie passieren, sondern sehr bewusst. March reitet auch im Gelände einfache Dressurlektionen, z. B. Übergänge, ohne Druck, aber schon mit Wert auf Details. „Der Winter ist die Zeit, um an der Basis zu arbeiten“, so March. Und zwar nicht nur beim Pferd, sondern auch beim Reiter.

Mehr von Piggy Marchs Video-Tagebüchern gibt es auf ihrer Facebook-Seite.