Balagur lebt nicht mehr

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Alexandra Korelova (RUS) und Balagur bei den Olympischen Spielen 2008 in Hongkong. (© Julia Rau)

Eines der erfolgreichsten russischen Dressurpferde der letzten Jahrzehnte lebt nicht mehr: Balagur. Der Schimmel zählte regelmäßig zu den Publikumslieblingen und war als regelrechtes Piaffierwunder bekannt. Nun ist er im Alter von 29 Jahren verstorben.

Wie Eurodressage berichtet, ist Balagur friedlich in seiner Box eingeschlafen. Bis zuletzt sei der Schimmel fit gewesen und noch leicht geritten worden – trotz seines hohen Alters. Seinen sportlichen  Ruhestand verbrachte er bei der deutschen Dressur-Bundestrainerin Monica Theodorescu.

Der Orlow-Traber v. Raskat kam 1990 zur Welt und begann zunächst eine Karriere als Rennpferd, war allerdings nicht schnell genug auf der Bahn. Als Dreijähriger wurde er daher an die Reiterstaffel der russischen Polizei verkauft. Diese trainierte damals in der gleichen Reithalle, wie die russische Dressurreiterin Alexandra Korelova. Allerdings war es erst deren Landsfrau, die russische Mannschaftsolympiasiegerin Jelena Petuschkowa, die das Talent des Schimmels bei einem Vereinsturnier erkannte. Sie gab wiederum Anatoly Balykin einen Tipp, dem Sponsor von Korelova. Es sollte aber noch einige Jahre dauern, bis dieser Balagur tatsächlich der Polizei abkaufte und zu Korelova in den Beritt gab.

Eine späte Karriere

Korelova zeigte sich zunächst alles andere als begeistert von dem Orlow-Traber. Doch als das Paar Anfang 2002 nach Deutschland umzog, um von Dressurausbilder George Theodorescu trainiert zu werden, nahm eine große Karriere ihren Lauf. Angefangen mit den Weltreiterspielen 2002 in Jerez de la Frontera (ESP) bis hin zu Olympia 2008 in Hongkong, wo Balagur und Korelova Achte in der Einzelwertung wurden, vertrat der Schimmel sein Land auf zahlreichen Championaten. 2009 ging er – im Alter von 20 Jahren – ein letztes Mal bei den Europameisterschaften an den Start, danach durfte er seine aktive Rente im Stall von Monica Theodorescu verbringen. Paradelektion von Balagur war die Piaffe, die er beherrschte wie kaum ein anderes Pferd zu seiner Zeit.

Quelle: Eurodressage

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