Bernadette Brunes Spirit of the Age geht in Rente

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Für Bernadette Brune und Spirit of the Age bleibt jetzt noch mehr Zeit zum gemeinsamen Spiel. (© www.toffi-images.de)

In Vechta wurden gerade die Oldenburger Vererber der Zukunft gekört, im Ammerland nimmt ein hoch verdienter Oldenburger Hengst zumindest sportlich seinen Hut: Bernadette Brunes Spirit of the Age.

Mit seinen nun 16 Jahren soll Spirit of the Age keine Turniere mehr gehen, schreibt Bernadette Brune auf ihrer Facebook-Seite: „Auch wenn es Spirit richtig gut geht im Moment (…), habe ich mich entschlossen, da es keine großen Turniere gibt und wir national mit 71 Prozent einen schönen Abschluss gefunden haben, Spirit nicht mehr im Turniersport einzusetzen.“

Er habe ihr alles gegeben, und sie habe sich „geschworen, ihn niemals zu etwas zu zwingen“, so Brune weiter. „Jetzt ist nur noch Spaßprogramm angesagt.“

Von dem der Oldenburger Stedinger-Sohn wie alle Pferde im Stall Brune ja sowieso immer eine Menge hatte. Die Dressurreiterin, die ursprünglich aus dem Springsport kommt, ist bekannt dafür, dass sie mit ihren Pferden viel spielerische Bodenarbeit macht. Und Weiden und Paddocks, damit Pferd Pferd sein darf gibt es auf ihrem Gestüt im Ammerland ohnehin so weit das Auge reicht.

Neben dem Spaßprogramm wird auf Gestüt Brune aber auch ernsthaft gearbeitet. Dass das funktioniert, hat Spirit of the Age wieder und wieder im Viereck bewiesen. Die beiden platzierten sich in Falsterbo, Wiesbaden, Genf, Stuttgart, bei den Deutschen Meisterschaften usw. Spririt war ein verlässlicher 70 Prozent-Kandidat im großen Viereck und verhalf seiner Reiterin sogar zu einem Platz im DOKR-Perspektivkader.

Nun sind andere dran, etwa die Foundation-Tochter Feel Free, die Brune als Fohlen erwarb und die ihren Weg über mehrere Bundeschampionatsmedaillen bis Klasse S gefunden hat, wo sie erste Siege vorweisen kann. Oder der KWPN-Fuchs Gunner KS, mit dem Brune ebenfalls schon siegreich in der kleinen Tour war.

Acht Jahre lang ein Dreamteam

Die Hufspuren, die Spirit seinen Nachfolgern hinterlässt, sind groß. Acht Jahre lang waren er und Bernadette Brunen ein Team. Zur Welt kam der Hengst v. Stedinger-Donnerhall-Rohdiamant-Ultraschall 2004 bei Michael Mehrtens. Gekört wurde er aber erst 2012.

Sascha Böhnke präsentierte ihn als Youngster. Bevor Bernadette Brune Spirit 2012 auf den ersten Turnieren vorstellte, war er unter Thomas Rive bereits bis Dressurpferde M hoch platziert gewesen.

Bernadette Brune stellte den Hengst direkt in der schweren Klasse vor. Die zweite Prüfung war gleich eine Intermédiaire I, die sie auf Anhieb gewannen. 2013 folgten die ersten Prüfungen mit Piaffe und Passage. Von da an ging es steil bergauf.

Die FN verzeichnet derzeit noch keine Nachkommen im Sport von Spirit of the Age, aber er steht bei seiner Besitzerin im Deckeinsatz. Und nun kann er sich ja ganz auf seine zweite Karriere konzentrieren.

 

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