Brand auf Grönwohldhof – zwei Pferde tot

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Symbolbild Großbrand

Heute Nacht hat ein Großfeuer Gebäude auf dem Gestüt Grönwohldhof vernichtet. Bei dem Brand konnten 26 Pferde gerettet werden. Zwei Tiere verendeten in den Flammen.

Der Brand auf dem Grönwohldhof war in der Nacht auf den Himmelfahrtstag ausgebrochen. Gegen 2.30 Uhr trafen die ersten Notrufe bei der Feuerwehr im Kreis Stormarn nordwestlich von Hamburg ein. 26 Pferde konnten aus dem Flammen auf dem Gestüt des Großbäckers Manfred von Allwörden gerettet werden. Zwei Tiere überlebten das Feuer nicht. Die Feuerwehr war nach Presseangaben mit 70 Einsatzkräften vor Ort. Zunächst hatte eine Scheune gebrannt. Dann waren die Flammen auf ein Stallgebäude, in dem auch Menschen wohnen, übergegriffen. Menschen kamen nach Angaben der Polizei nicht zu Schaden.

Der Grönwohlhof erlangte Berühmtheit, als der Berliner Unternehmer Otto Schulte-Frohlinde hier in den 1970er Jahren seinen Traum von einer Pferdesportanlage realisierte. Hier trainierte das Ehepaar Herbert und Karin Rehbein. Das berühmteste Pferd, das jemals auf dem Anwesen im Kreis Stormarn gestanden hat, ist der Hengst Donnerhall.

Unter der Ägide der Rehbeins wurden nicht nur unzählige Pferde, unter anderem Rex the Blacky, Pik Bube und Quando Quando auf dem Gestüt ausgebildet. Auch Reiterinnen und Reiter wie Kristy Oatley oder Derbysieger Falk Rosenbauer sind hier zu Spitzensportlern herangereift.

Großbäcker von Allwörden und der Grönwohldhof

2012 hatte der Industriebäcker Manfred von Allwörden den Grönwohldhof übernommen. Mit ihm kam ein Wechsel: Der Holsteiner Züchter konzentriert sich in seiner Zuchtphilosophie auf Springpferde. Den größten Erfolg konnte der Großbäcker aus Norddeutschland im Herbst 2019 erlangen. Bei der Holsteiner Körung stellte das Gestüt die größte Anzahl von Hengsten aus eigener Zucht oder Aufzucht. Auch der Siegerhengst war auf dem Grönwohldhof aufgewachsen.

Darüberhinaus hat die für Sri Lanka startende Springreitern Mathilda Karlsson ihre Pferde, darunter den Hengst Chopin, auf dem Grönwohlhof stehen.

Am Donnerstagvormittag war die Feuerwehr noch damit beschäftigt, die letzten Glutnester auf dem Gestüt zu löschen.

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