Bundesvereinigung der Berufsreiter macht sich für den Erhalt des Hengstbestands im Landgestüt Dillenburg stark

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Landgestüt Dillenburg (© Reumann)

Das Landgestüt Dillenburg wird nicht geschlossen – so weit die gute Nachricht. Weniger gut ist, dass es zukünftig quasi nur noch eine Reitschule in historischen Mauern sein soll, weil der Hengstbestand abgeschafft werden soll. Die Bundesvereinigung der Berufsreiter (BBR) will das verhindern.

Sowohl die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) mit ihren Anschlussverbänden als auch die BBR begrüßen den Beschluss das Landgestüt Dillenburg als Pferdestandort zu erhalten. Allerdings plädieren sie dafür, auch den Hengstbestand zu sichern. Robert Kuypers, der Vorsitzende des hessischen Pferdesportverbands, kommentierte: „Wir begrüßen den grundsätzlichen Erhalt des Landgestüts und der Landes Reit- und Fahrschule sehr, sehen jedoch keinen Grund für eine Reduzierung des Pferdebestands. Wie Eckhard Hilker in seinem Gutachten deutlich gemacht hat, wäre allein auf den vorhandenen Flächen leitliniengemäß freie Bewegung für weitaus mehr als 41 Pferde nachweisbar.“

Die Verbände und die BBR befürchten, dass wenn zunächst das Gestüt mit der Hengsthaltung geschlossen wird, früher oder später die Reit- und Fahrschule nachfolgt. Die BBR betont, der Schulbetrieb könne sogar noch ausgeweitet werden. Das sei bislang aufgrund eines Mangels an Lehrpferden nicht möglich gewesen.

Friedliche Demonstration geplant

Am kommenden Freitag, den 1. September, wird in Dillenburg eine friedliche Demonstration stattfinden. „Die weiße Wand stellt sich vor die Dillenburger Hengste“ nennt sich diese Initiative. Es handelt sich um ein friedliches und unpolitisches Treffen bisheriger und neuer Unterstützer. Wer teilnehmen will, sollte sich ganz in Weiß gekleidet am Freitag um 18 Uhr am Autohaus Hoppmann einfinden. Auch Familien und Kinder sind dazu herzlich eingeladen.

Alle Teilnehmer bilden symbolisch eine weiße Wand, die Zuchtbetrieb und Hengste in der traditionsreichen Einrichtung in der Wilhelmstraße schützen sollen. Mit einem beherzten Marsch durch die Berliner Straße über die Wilhelmstraße bis zum Hofgarten wollen die Veranstalter damit zum Ausdruck bringen, dass der Kampf um den Erhalt des Gestüts noch nicht zu Ende ist und man sich nachhaltig für die Aufrechterhaltung des Zuchtbetriebs einsetzt.

Quelle: www.berufsreiter.com 

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