Bundesweiter Warntag mit Sirenen am 10. September: Pferde in Sicherheit bringen!

Bildschirmfoto 2020-09-09 um 10.12.03

Vor dem lauten Heulton von Sirenen können sich Pferde leicht erschrecken. (© imago/Sorge)

Am morgigen Donnerstag, den 10. September, heulen von 11 Uhr bis circa 11.20 Uhr alle Sirenen in der Bundesrepublik Deutschland auf. Vor allem ohnehin eher schreckhafte Pferde sollten in dieser Zeit in ihren Boxen untergebracht sein.

Denn zwanzig Minuten Geheul von Sirenen sind laut Niedersachsens Landesbauftragter für den Tierschutz, Michaela Dämmrich, „eine sehr lange Zeit für Tiere, in der die Sirenen durchgehend, beziehungsweise in einem bestimmten Rhythmus sehr laut erschallen. Tiere können sie (die Töne, Anm. d. Red.) nicht einordnen und verstehen. Einige Tiere können in Panik verfallen, weglaufen, von der Weide ausbrechen“, so Dämmrich auf der Website des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Entsprechend hält Dämmrich Pferdebesitzer dazu an, ihre Tiere rechtzeitig in Sicherheit zu bringen. Für Pferde im Offenstall oder in permanenter Weidehaltung könne es helfen, ihnen einen sicheren Platz als Versteck anzubieten. Bestenfalls sollen sich die  Tierhalter in der Nähe ihrer Tiere aufhalten, um sie zu beruhigen und Panikattacken vorzubeugen. Wer sich unsicher über das optimale Vorgehen mit seinem Vierbeiner ist, könne sich für mehr Informationen an seinen Tierarzt wenden.

Um auf Nummer sicher zu gehen, ist es also sicher hilfreich, am Donnerstagvormittag auf das Training oder den Ausritt mit dem Pferd zu verzichten und es auf einen anderen Zeitraum zu verlegen.

Proben für den Ernstfall

Der bundesweite Warntag mit dem 20 Minuten andauernden Probealarm dient dazu, im Ernstfall bei großen Schadensereignissen wie zum Beispiel Hochwasser, Unwetter, Bränden oder Anschlägen die Einwohner rechtzeitig vor den Gefahren zu warnen. Ab 11 Uhr erfolgt die Überprüfung aller Sirenensignale. Außerdem werden sich zeitgleich Warn-Apps bei ihren Nutzern melden, Rundfunkanstalten ihre Sendungen unterbrechen sowie Probewarnungen auf digitalen Werbetafeln erscheinen.

Mehr Informationen zum bundesweiten Warntag am 10. September finden Sie hier.

Auch interessant