Bußgeld für Warendorfs ehemalige Landgestütsleiterin, Verfahren damit abgeschlossen

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Landgestüt Warendorf (© Pia Kemper)

Im vergangenen Jahr erhielt die ehemalige Leiterin des Landgestüts Warendorf eine Anzeige wegen Tierquälerei. Ihr sowie einer Reiterin des Landgestüts wurde zur Last gelegt, Hengste in der Deutschen Reitschule nicht pferdegerecht trainiert zu haben. Das Beschäftigungsverhältnis mit der Leitung ist schon länger beendet und das Verfahren nun auch.

Wie der Kreis Warendorf gestern auf seiner Homepage mitteilte, ist das Verfahren gegen die ehemalige Leiterin des Landgestüts Warendorf und eine angestellte Reiterin nach Zahlung von „Bußgeldern im dreistelligen Bereich“ abgeschlossen worden.

Zum Hintergrund

Die mittlerweile nicht mehr in der Position tätige ehemalige Landgestütsleiterin sowie eine weitere Reiterin waren von angehenden Pferdewirtschaftsmeistern in der Deutschen Reitschule Warendorf dabei gefilmt worden, wie sie Hengste des Landgestüts nicht pferdegerecht gearbeitet haben. Das Video ging unter anderem der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) zu, wo Thies Kaspareit als Leiter der Abteilung Ausbildung und Wissenschaft die Einschätzung bestätigte.

Auch beim Veterinäramt Warendorf sowie dem für das Landgestüt Warendorf zuständigen Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW in Düsseldorf gingen Anzeigen ein.

Im Zuge der Untersuchungen bat die ehemalige Landgestütschefin in Warendorf dann „aus eigener persönlicher Entscheidung um Versetzung„, so Ministerin Heinen-Esser in der Mitteilung des Landwirtschaftsministeriums. Der Bitte wurde Folge geleistet.

Kommissarisch hatte einstweilen Staatssekretär Dr. Heinrich Bottermann die Leitung des Gestüts übernommen. Auf der Homepage ist inzwischen Oberregierungsrätin Cordula Föhlinger als Stellvertretende Gestütsleiterin und Verwaltungsleiterin aufgeführt.