Weltreiterspiele Tryon 2018

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Luftaufnahme des Tryon International Equestrian Center, wo bei den Weltreiterspielen 2018 Pferdesportgeschichte geschrieben werden wird. (© www.tryon2018.com)

Neuer Tag, neues Glück für die deutschen Fahrer in Aachen in einem Wettbewerb, der außerhalb der kombinierten Wertung und des Nationenpreises stattfand. Eine attraktive Prüfung durch die höchst üppige Dotierung mit 10.000 Euro Preisgeld für die gar nicht verwöhnten Fahrer und eine gute Chance, sich in Aachen in die Siegerliste einzutragen.

Platz zwei für Rainer Duen, Christoph Sandmann auf Platz vier und Georg von Stein an siebter Stelle hellten die Mienen im deutschen Fahrerlager erheblich auf. Auch der Aachen-Neuling Rene Poensgen, in Eschweiler beheimatet beinahe so etwas wie ein Lokalmatador, schlug sich tapfer und beendete die Prüfung als Vierzehnter. Lediglich der amtierende Europameister Michael Brauchle hatte sich verzockt. Total übermotiviert waren seine Pferde im Kegelparcours kaum zu bremsen, mehrere Abwürfe die Folge.

In diesem, nicht sehr häufig ausgeschriebenen Hindernisfahren heißt es für die Fahrer Punkte sammeln. Drei Minuten stehen jedem Gespann zur Verfügung, in denen so viele Hindernisse wie möglich durchfahren werden können, die je nach Schwierigkeitsgrad mit Punkten ausgezeichnet sind. Spannend für die Zuschauer, die die Punktesammlung leicht mitverfolgen können. Nach drei Minuten Fahrt ertönt die Glocke, daraufhin muss so schnell wie möglich die Ziellinie durchfahren werden. Schlecht beraten ist der Fahrer, der bei Ertönen der Glocke weit weg ist, die gesamte gebrauchte Zeit bis zur Zieldurchfahrt entscheidet bei Punktegleichstand über die Platzierung.

Als achter Starter erledigte Rainer Duen meisterhaft die gestellte Aufgabe. Mit 1920 Punkten in 190,57 Sekunden setzte er sich an die Spitze, bis zum letzten Starter gelang es niemandem, ihn von dieser Position zu verdrängen. Bis der Weltmeister kam! Der Australier Boyd Exell sammelte akkurat so viele Punkte wie Duen, allerdings war er eher im Ziel, bei 189,33 Sekunden blieb die Uhr stehen. Das bedeutete den dritten Sieg in der dritten Prüfung in Aachen für den Ausnahmefahrer. Mit 1910 Punkten war der Amerikaner Chester Weber dicht am Ergebnis der beiden Führenden, allerdings benötigte er 199,70 Sekunden, dritter Platz in der Endabrechnung. Eine schneidige, aber sehr gut eingeteilte Fahrt lieferte auch Christoph Sandmann ab, mit 1900 Punkte in 212,17 Sekunden landete er auf Platz vier. Georg von Stein leistete sich einen Abwurf, so reichte es nur zu 1860 Punkten und dem siebten Platz.

Den Schwung aus diesem Kegelparcours wollen die Fahrer nun mitnehmen, wenn es am Samstagnachmittag in die anspruchsvolle Aachener Geländestrecke geht.

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