CHIO Aachen Hackathon: Neue Technologien für den Pferdesport

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(© CHIO Aachen)

Im Rahmen des ersten CHIO Aachen Hackathons „smart CHIO“ kamen drei Tage lang über 60 Kreative aus ganz Deutschland in der Albert Vahle-Halle auf dem Turniergelände der Aachener Soers zusammen. Eine fachkundige Jury kührte abschließend die Sieger und Sonderpreisgewinner.

Der Frage, wie das Erlebnis CHIO Aachen und der Reitsport mit neuen  Technologien ausgebaut und modernisiert werden kann, stellten sich Designer, Programmierer, Sportler, Marketing-Experten und Kreative unterschiedlichster Hintergründe. Insgesamt zehn Teams stellten ihre Visionen und Entwicklungen der fachkundigen Jury innerhalb eines fünfminütigen Pitches vor.

Neben Hans-Heinrich Siemers (Senior Director Global Co-Innovation Labs Network SAP), waren auch Dr. Diego Assencio (Director of Solutions Engineering, South EMEA at GitHub), Dr. Oliver Grün (Vorstandsvorsitzender des digitalHUB Aachen e.V.), Michael Mronz (Geschäftsführer Aachener Reitturnier GmbH) und Conny Mütze (Prokuristin Aachener Reitturnier GmbH) teil der Experten-Jury. Organisiert wurde der Hackathon vom CHIO Aachen Campus und dem digitalHub Aachen, während der offizielle CHIO Aachen-Telekommunikationsdienstleister ebenfalls unterstützte.

Sieger an Team „Pr3t A T0ut“

Angelehnt an den Aachen-Sieger und dieses Jahr auf dem heiligen Rasen aus dem Sport verabschiedeten Pret a Tout von Marcus Ehning, war es die Idee, den Dressursport durch Technik nachvollziehbarer zu gestalten, die für das Team „Pr3t A T0ut“ zu Platz eins und somit 5.000 Euro Siegesprämie führte. Zusätzlich lobte die Jury auch den überzeugenden Pitch des Teams.

Das Team bestand aus Daniel Barofke, Lennart Carstens-Behrens, Maike Holtkemper, Henric Breuer, Krzysztof Zibur und Sinem Atilgan. Hochauflösende Kameras und angelegte Algorithmen verbildlichen beispielsweise Hufabdrücke von Dressurlektionen und geben einerseits den Laien verständliche Bilder, während andererseits Kenner die eigenen Lektionen überprüfen können. War das wirklich starker Trab mit Übertritt? Oder doch nur exaltiertes Traben mit viel Effekt, aber ohne Schubkraft? Daniel Barofke ist sich sicher: „Warum war eine Piaffe besser als eine andere – um das zu verstehen, kann Technik helfen.“ Jurymitglied Michael Mronz erklärt den Gewinn so: „Eine super Idee, die auch zeitnah umsetzbar ist, weil sie zu unseren bestehenden Entwicklungen passt.“

Weitere Platzierungen: Von dem perfekten Sprung bis hin zur Mode

Das Team „Epona“ (Franziska Schilling, Sarah Sommerauer, Roman von der Lohe, Sebastian Schilling) sicherte sich Platz zwei und somit 2500 Euro Prämie. Während das Gewinnerteam die Dressurwelt bedient, entwickelte das zweitplatzierte Team eine Idee für die Springreitszene. Durch besondere Technik und einem 5G-Netzwerk wollen sie sowohl für Freizeit- als auch für Profireitern den „perfekten Sprung“ möglich machen.

CHIO Aachen

Ein Pitch bei der ersten Auflage des „smart CHIO“. (© CHIO Aachen)

Der dritte Platz und 1500 Euro ging an das Team „FaCHIOn“ rund um Robert Beerwerth, Jalil Belhouji, Valentina Gross, Maik Klinkhammer und Felix Boesch.  Passend zu ihrem Namen haben sie sich mit den Outfits der Sportler beschäftigt. Sie wollen diese scanbar machen und im gleichen Zuge auch mit den Shops im CHIO Aachen-Village verknüpfen.

Der „Most sustainable“-Sonderpreis und 500 Euro wurde „Equicare“ mit Abhishek Ganesh, Cynthia Niederprüm, Gernot Sümmermann, Manuel Wessely und Michael Heinrichs verliehen. Der Preis der Community – ebenfalls mit 500 Euro dotiert – ging an das Team „Bear“ mit Haodong Ju, Yicong Su, Yi Ding, Shiguang Rong und Chao Liu.

Insgesamt präsentierten zehn Teams ihre Ideen und Lösungsvorschläge, um das Weltfest des Pferdesports und vielleicht auch mehr als das zu verbessern und noch attraktiver zu gestalten. Im kommenden Jahr soll es dank des erfolgreichen Einstands eine zweite Auflage des Hackathons „smart CHIO“ geben.

Weitere Informationen unter www.chioaachencampus.de und www.digitalhubaachen.de.

Janne Baumann

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