Der Pony-Führerschein: Pferde verstehen lernen

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Marion Ogriseck (mi.) hat das Konzept für den Pony-Führerschein ursprünglich für ihren eigenen Hof entwickelt. (© www.ponyfuehrerschein.de)

Mehr als 70 Reiterhöfe in Deutschland bieten ihn bereits an: Den Pony-Führerschein. Die Idee dahinter? Kinder ab drei Jahren ohne Leistungsdruck an die Pferde heranzuführen. Dabei geht es allerdings um viel mehr, als nur um das Reiten.

Der Pony-Führerschein richtet sich an alle Kinder, die sich einen Zugang zum Pferd wünschen, der über das normale Angebot einer Reitstunde hinausgeht. Das Motto lautet: „Pferde verstehen – reiten lernen … denn Reiten ist viel mehr als Sport!“. Initiatorin Marion Ogriseck hatte das Konzept bereits vor 16 Jahren entwickelt, ursprünglich als Alleinstellungsmerkmal für ihren eigenen Ferienhof auf Fehmarn. Inzwischen können Reitbetriebe, Vereine und Ferienhöfe aus Deutschland eine Lizenz für den Pony-Führerschein erwerben. An mehr als 70 Orten bundesweit – von Flensburg bis München – wird inzwischen der Pony-Führerschein angeboten.

Reitkenntnisse sind für den Führerschein nicht erforderlich. Viel mehr geht es darum, das Lebewesen Pferd zu verstehen lernen. Ob Führtraining, Fütterung oder Pferdesprache – im Mittelpunkt steht die Wissensvermittlung rund um das Pferd, für die im Rahmen einer regulären Reitstunde meist nicht genügend Zeit bleibt. Leistungsdruck soll dabei vermieden werden, viel mehr gehe es darum individuelle Talente zu fördern und spielerisch den Umgang mit dem Pferd zu erlernen, so Ogriseck. Auch das Reiten gehört zum Programm, steht aber nicht im Mittelpunkt. Die Kinder lernen in Gruppen, müssen also nicht nur auf die Pferde, sondern auch auf die anderen Kinder achten.

Neue Geschäftsidee für Pferdebetriebe

www.ponyfuehrerschein.de

Wie sehen eigentlich die Pferdezähne aus? Und tut es dem Pferd weh, wenn es beschlagen wird? Beim Pony-Führerschein darf alles gefragt werden. (© www.ponyfuehrerschein.de)

„Auf der einen Seite ist es mir wichtig, den Kindern Wertschätzung und Verständnis gegenüber den Pferden zu vermitteln und auf der anderen Seite kenne ich die Schwierigkeiten der Reiterhöfe und Vereine. Durch die Ganztagsschulen brechen die Reitschüler weg. Es wird oft mit viel Ideologie und kleinen unrentablen Reitgruppen gearbeitet“, erklärt Ogriseck ihre Motivation für den Pony-Führerschein.

Die Marketingfachfrau sowie Vereins- und Betriebsberaterin der Deutschen Reiterlichen Vereinigung hat daher einen Werkzeugkoffer für alle Pferdebetriebe entwickelt, die das Konzept selbst anbieten möchten. Seit neustem unterstützt auch das Familienunternehmen Loesdau den Pony-Führerschein.

Alle Informationen und Reiterhöfe, die den Ponyführerschein anbieten, finden Sie hier.

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