„Der richtige Zeitpunkt“ – Laura Strobel verlässt das Gestüt St. Stephan

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Laura Strobel und Villeneuve bei den Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde 2018, wo sie Silber bei den Sechsjährigen gewannen. (© von Korff)

Sechs Jahre lang war die nun 25-jährige Laura Strobel eine feste Größe im Team von Dressur-Olympiasiegerin Dorothee Schneider auf Gestüt St. Stephan. Nun geht sie bald eigene Wege.

Anfang des Jahres macht Laura Strobel sich selbstständig und zieht zu ihrem Freund Lukas Kückelhaus nach Westfalen. Die beiden sind seit knapp zwei Jahren ein Paar. Die Familie Kückelhaus hat einen Pferdezuchtbetrieb im Sauerland mit eigener Reithalle und großem Außenplatz. Hier will Laura Strobel nun sowohl die Kückelhaus-Pferde weiter ausbilden als auch eigene Berittpferde dazu nehmen.

Der Entschluss sei ihr alles andere als leicht gefallen, berichtete sie gegenüber St.GEORG. Mit Dorothee Schneider und deren Team hat sie sechs Jahre lang engstens zusammengearbeitet. In Framersheim hatte Strobel ihre Ausbildung zur Pferdewirtin gemacht, kann inzwischen auf Siege und Platzierungen bis zur Klasse S*** zurückblicken und feierte jüngst ihren größten Erfolg bei den Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde in Ermelo, wo sie mit dem sechsjährigen Rheinländer Villeneuve v. Vitalis Silber bei den Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde gewann.

Den Hengst hat sie von Anfang an ausgebildet für seine Besitzerin, die Österreicherin Sissy Max-Theurer. Bereits vierjährig hatte er unter ihr Bronze beim Bundeschampionat gewonnen. Im vergangenen Jahr waren sie Vierte.

Mit Wind of Change gehörte sie 2017 zu den Finalisten im Piaff Förderpreis. Weitere S-Erfolge feierte sie z.B. mit Lord Fittipaldi M und Fürst Magic, die beide dem Gestüt Fohlenhof gehören, für das Dorothee Schneider unter anderem Faustus und Rock’n Rose reitet. Der siebenjährige Fürst Magic war unter Strobel von der Reitpferdeprüfung bis zur schweren Klasse herangereift.

Laura Strobel sagt: „Da war ich natürlich schon sehr gebettet mit all den tollen Pferden und so einer Trainerin. Aber es gibt wohl unterschiedliche Typen von Menschen: die, die glücklich sind, wenn sie angestellt sind, und die, die sich etwas eigenes aufbauen wollen. Ich gehöre zu letzteren. Der Zeitpunkt ist jetzt da. Ich freue mich darauf! Andererseits bin ich natürlich auch traurig. Aber wenn es irgend geht, werde ich weiterhin mit Doro trainieren und dann vielleicht für ein Wochenende her kommen. Oder sie schaut bei uns vorbei, wenn sie Lehrgänge in der Nähe gibt.“

Eine Reportage über Dorothee Schneider, ihre Arbeit und ihr Team auf Gestüt St. Stephan finden Sie in St.GEORG 2/2018. Das Heft kann man hier bestellen.

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