Dressursport Deutschland startet Petition zur Untersuchung von PETA

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PeTa würde am liebsten nicht nur den Sport mit Pferden verbieten, sondern das Reiten von Pferden im Allgemeinen. (© Toffi)

Dressursport Deutschland-Chefredakteurin Kim Kreling hat eine Petition gestartet, die sich an das Bundesmininsterium für Ernährung und Landwirtschaft wendet, und die fordert, die „Vorgehensweise und Daseinsberechtigung“ der Organisation PETA zu überprüfen.

Wer bei der Organisation PeTA (People for the ethical Treatment of Animals) auf der Homepage schaut, stellt fest: Hier geht es nicht nur um den Sport mit Pferden, der in den Augen der vermeintlichen Tierschützer verboten werden muss, sondern sie wollen das Reiten von Pferden überhaupt verbieten.

Gleichzeitig wird der Pferdesport bei PeTA immer wieder zur Eigendarstellung in der Öffentlichkeit benutzt – so, wie jüngst bei der Verletzung des Hengstes D’avie.

PeTA hatte dem Ehepaar Müller öffentlich vorgeworfen, zu „sogenannten Pferdeliebhabern zu gehören, die Tiere in ihrer Obhut zum unnatürlichen Geschlechtsakt zwingen, um möglichst viel Profit aus ihnen zu schlagen“. St.GEORG-Chefredakteur Jan Tönjes hatte daraufhin einen Kommentar auf www.st-georg.de geschrieben.

Diese jüngsten Vorwürfe gegen das Ehepaar Müller seitens PeTA waren für Dressursport Deutschland Anlass, besagte Petition zu starten, um damit an das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft heranzutreten.

Das Ziel der Petition beschreibt Initiatorin Kim Kreling so:

„Gegen das systematische Ausnutzen der Pferdeplattform allein aus dem Grunde der Selbstdarstellung. Mit Tierschutz hat diese Vorgehensweise nichts zu tun, das Gegenteil ist der Fall. Wir sind der Meinung: Wenn eine Organisation Pferde und Pferdesportler unter dem Deckmantel des Tierschutzes immer wieder derart zur Selbstdarstellung ausnutzt, muss ihre Vorgehensweise und Daseinsberechtigung dringend überprüft werden.“

Hier geht es zur Petition und zur Unterschrift.

  1. Holger Janeck

    Wie peinlich ist das denn? Eine Organisation übt, in Teilen berechtigte Kritik ( ich teile bestimmt nicht alle Ansichten von Petra) und hier wird versucht ihnen deswegen die Daseinsberechtigung streitig zu machen? Ganz besonders nach den letzten Olympischen Spielen sollte der Pferdesport doch ganz leise sein. Und sind wir doch alle mal ganz ehrlich wenn es um Sport geht geht es immer darum das Maximum zu erreichen, das ist schon für die meisten Menschen ungesund und für die Tiere genauso.

    • Stephanie

      Sehe ich (Reiterin, Halterin, Turnierbesucherin und auch beruflich u.a. für den Reitsport tätig) ganz genau so. Die Reitsportbranche ist extrem unreflektiert. Erst gestern sass ich wieder in einer Reithalle und dachte: Als Aussenstehender muss das einfach martialisch aussehen. Da „arbeiten“ Reiter/und Reiterinnen ihre Pferde 45 Minuten, mehr ambitioniert als liebevoll und die Tiere müssen jede Sekunde funktionieren. Aber jeder, der es wagt etwas zu sagen, hat keine Ahnung und ist kein Pferdemensch. Und Peta hat auch viel gutes für Tiere gemacht. Ist aber wohl egal.

  2. Barbara Schirmer

    Die Tatsache, dass eine solche Petition gegen eine Tierschutzorganisation (in diesem Fall PETA) nach diversen „Vorfällen“ Profisport von den Verantwortlichen überhaupt in Erwägung gezogen wird, zeigt die Ohnmacht – ja Ablehnung – gegenüber einer angebrachten und durchaus notwendigen Kritikkultur in Pferdesport. Es ist wünschenswert, dass sich in der Tat die Sichtweise auf das „Sportgerät“ Pferd ändert. So lange Kommerz und (vermeintlicher) Ruhm das einzig erstrebenswerte ist, werden Institutionen wie Tierrechts- und Tierschutzorganisationen notwendig bleiben, um Missstände aufzuzeigen.


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