Ehemalige Leiterin des Landgestüts Warendorf bewirbt sich wieder

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Landgestüt Warendorf (© Pia Kemper)

Der Posten der Leitung des Landgestüts Warendorf ist nun offiziell ausgeschrieben. Unter den Bewerbern und Bewerberinnen ist eine, die sich dort bereits sehr gut auskennt.

Wie die Westfälischen Nachrichten melden, hat sich die Vorgängerin der letzten Leiterin am Landgestüt Warendorf auf die nun offiziell ausgeschriebene Stelle beworben. Sie war im März 2017 wegen Vorteilsnahme im Amt fristlos entlassen worden. Nun berichten die WN, sie habe beim Arbeitsgericht Münster einen Eilantrag gestellt, damit ihre Bewerbung berücksichtigt wird.

Hintergrund der fristlosen Kündigung waren zum einen zwei Reisen der Leiterin und zwei weiterer führender Mitarbeiter nach Katar und zum anderen bezahlte Beratertätigkeiten für die Gastgeber in Katar, deren Erlöse an eine eigens für diesen Zweck gegründete Firma gegangen sein sollen.

Die drei Angeklagten waren im Februar 2019 vom Amtsgericht Warendorf zu Geldstrafen verurteilt worden. Sie gingen in Berufung. Schlussendlich einigte man sich im Januar 2020, das Verfahren gegen die Zahlung einer Geldauflage einzustellen. Die drei waren damit nicht vorbestraft.

Nächster Versuch

Derzeit wird das Landgestüt Warendorf kommissarisch von Staatssekretär Dr. Heinrich Bottermann geleitet. Das wurde notwendig, da auch die Nachfolgerin der oben genannten Leiterin ihren Posten ebenfalls außerplanmäßig geräumt hat.

Hier ging es allerdings um einen Tierschutzfall. Die damalige Leiterin war von den Teilnehmern eines Meisterlehrgangs an der Deutschen Reitschule beim „Training“ gefilmt worden. Die Aufnahmen zeigten, wie die Vorgesetzte und eine Bereiterin unter ihrer Aufsicht Hengste mit Schlaufzügeln traktiert haben. Die Leiterin selbst bat daraufhin um Versetzung.


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