Farewell, Stella! Das Pferd, das die Karriere der Meredith Michaels-Beerbaum geprägt hat, ist nicht mehr

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Stella unter Meredith Michaels-Beerbaum (© Toffi)

Im Alter von 28 Jahren ist Meredith Michaels-Beerbaums Erfolgsstute Stella gestorben. Das Pferd, mit dem sie als erste Frau überhaupt Teil einer deutschen Springreiternationalmannschaft wurde.

24 Jahre, seit sie vierjährig war, hat Stella das Leben der Familie Michaels-Beerbaum begleitet. Sie wurde in den USA geboren. Ihr Vater ist ein weiteres prägendes Pferd der MMB, der Galoubet A-Sohn Quick Star. Auf der Mutterseite führte Stella über den Wienerwald-Sohn Wilson, Graphit und Gotthard Hannoveraner Springgene. Nach dem Ende ihrer Sportkarriere war Stella zunächst in die Zucht gegangen, ehe sie ihre Rente auf den Wiesen der Familie Michaels-Beerbaum rund um deren Anwesen in Thedinghausen verbracht hat.

Sportliche Highlights

Ihre Springgene konnte Stella nie leugnen. Dieser Stute hatte Meredith Michaels-Beerbaum ihr Championatsdebüt zu verdanken. „Sie war mein Partner bei dem schweren Kampf, ins deutsche Team zu kommen“, schreibt Meredith Michaels-Beerbaum auf ihrer Facebook-Seite. Denn bis dato war noch nie eine Frau für Deutschland in Rot in einen Championatsparcours eingeritten. 1999 war es so weit: Europameisterschaften in Hickstead und MMB und Stella für Deutschland. Die beiden haben alle Erwartungen erfüllt. Dank zweier fehlerfreier Runden im Nationenpreis hatten sie wesentlichen Anteil am Mannschaftsgold der Deutschen. Und für Meredith Michaels-Beerbaum öffneten sich die Tore zum Spitzensport. Zweimal nahm sie mit Stella an Weltcupfinals teil, 1998 in Helsinki (Platz 13) und 1999 in Göteborg (Rang sechs). 2005 ging Stella ihr letztes Turnier.

„Ich werde Stella nie vergessen oder jemals aufhören, ihr dankbar für das zu sein, was sie für mich getan hat“, so Michaels-Beerbaum. „Sie war die Initialzündung für meine Karriere und wir werden sie sehr vermissen.“

Zweite Karriere

Auch als Zuchtstute können Stellas Erfolge sich sehen lassen. Von drei Nachkommen sind zwei in der Klasse S erfolgreich und der andere auf dem besten Weg dahin.

Unter dem Zuchtnamen „Die Stella“ schenkte die Braune zunächst 2006 dem Holsteiner Hengst Truman v. Cartani das Leben, der unter Markus Beerbaum bis Klasse S platziert war.

2009 folgte ein Chacco-Blue-Sohn namens Cevin, der unter Christian Temme in der schweren Klasse erfolgreich ist. Das letzte Fohlen war 2010 Cevins Vollbruder Chaccoron, der unter seinem Besitzer Thomas Brandt bislang in der Klasse M siegreich war, aber ja auch erst siebenjährig ist.

Facebook/MeredithMichaelsBeerbaum

Einige Impressionen aus dem Leben der Quick Star-Tochter Stella. (© Facebook/MeredithMichaelsBeerbaum)

 

Quelle: Facebook/MeredithMichaelsBeerbaum

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