FEI-Awards 2019 an Ingrid Klimke und Semmieke Rothenberger

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Die FEI Award-Träger 2019: Ingrid Klimke, Uno Yxklinten, Madeleine Broek, Semmieke Rothenberger, Zuxian Li and Yaofeng Li (© FEI)

Die jährliche Generalversammlung des Weltreiterverbands FEI ist auch die Gelegenheit, besonders verdiente Pferdesportler und andere Menschen mit Pferdehintergrund mit dem FEI Award zu ehren. Dieses Jahr gingen gleich zwei nach Deutschland.

Ingrid Klimke ist die neue Preisträgerin des „FEI Best Athlete“ Award, der je zur Hälfte durch eine Jury und durch Zuschauervoting vergeben wird. Die Doppel-Europameisterin von Luhmühlen war schon zweimal für die Auszeichnung nominiert, 2015 und 2017. Nun also hat es geklappt mit dem Preis. Kein Wunder!

Als die 51-Jährige mit Hale Bob zum Titel galoppierte, hat sie ihren Vorjahressieg erfolgreich verteidigt. Sie ist erst die zweite Person in der europäischen Vielseitigkeitsgeschichte, die zweimal hintereinander auf demselben Pferd kontinentale Meisterin wurde. Nach Isabell Werth 2017 und Simone Blum 2018 ist sie damit auch die dritte deutsche Reiterin in Folge, der diese Auszeichnung zuteil wird.

„Ich bin wirklich stolz, dass nach Isabell Werth und Simone Blum nun ich gewonnen habe!“, freute sie sich. „Das sind drei deutsche Frauen aus drei unterschiedlichen Disziplinen. Ich bin sehr stolz, hier zu sein und den Peden Bloodstock Best Athlete Award gewonnen zu haben!“

Semmieke Rothenberger beste Nachwuchsreiterin

Noch ein weiterer prestigeträchtiger Titel ging nach Deutschland: der für den besten Nachwuchsreiter. Er wurde Semmieke Rothenberger überreicht, die damit in die Fußstapfen ihres Bruders Sönke tritt, der 2016 mit der Ehrung bedacht worden war. Die 20-Jährige hat von der Ponyzeit bis zu den Junge Reiter-Jahren 22 FEI-Championatsmedaillen gewonnen.

„Es ist wirklich etwas besonderes für mich, den Longines FEI Rising Star Award zu gewinnen, denn es fasst das Jahr perfekt zusammen“, betonte Semmieke Rothenberger. „Was es wirklich besonders macht für mich ist auch, dass mein Bruder diesen Preis auch schon gewonnen hat. Wir haben nun zwei in dieser Familie, die den Rising Star Award gewonnen haben. Das macht mich einfach sehr sehr glücklich. Mein Ziel ist es, nachdem ich schon mal in die Fußstapfen meines Bruders trete, bei den Olympischen Spielen an den Start zu gehen. Jetzt ist das ein sehr großes Ziel, aber es wäre etwas schönes, auf das man hinarbeiten kann.“

FEI Best Groom Award an Marc Houtzagers Pflegerin

Marc Houtzagers Pflegerin Madeleine Broek (NED) wurde mit dem FEI Award für den besten Groom ausgezeichnet. Sie wollte bei den Europameisterschaften in Rotterdam die Flitzer aufhalten, die in den Parcours liefen, während ihr Chef Marc Houtzager ritt. Doch viel wichtiger als diese Aktion ist der unermüdliche Einsatz, den sie seit Jahren für die Pferde des niederländischen Springreiters zeigt.

Sie sagte: „Es ist nicht wirklich ein Job, es ist ein Lebensstil und das Pferd gibt dir so viel zurück. Darum wird es nie einen langweiligen Tag geben, oder eine langweilige Woche. Den Cavalor Best Groom Award gewonnen zu haben, bedeutet mir sehr viel, weil man sich sehr wertgeschätzt fühlt für das, was man tut. Es ist viel Arbeit und ich fühle mich wirklich geschätzt und anerkannt.“

Die weiteren Awards

Der Solidarity Award ging an den Schweden Uno Yxklinten, der das erste Hufschmiede-Ausbildungsprogramm in Sambia leitet. Es wurde ins Leben gerufen, um das Know-how der afrikanischen Hufschmiede zu verbessern und so den Pferden ein besseres Leben zu ermöglichen.

Mit diesem Preis werden Projekte und Menschen ausgezeichnet, die dazu beitragen, den Pferdesport in die Welt zu tragen. Das sei natürlich etwas Großes, freute sich der Preisträger. Er fühle sich geehrt und glücklich, dass sie diesen Preis gewonnen haben.

Der „FEI Against All Odds Award“ für Menschen, die Widerständen und Hindernissen trotzen, um sich den Traum von der Reiterei zu erfüllen, wurde an Zhenqiang Li aus China überreicht. Er hat mit 27 angefangen zu reiten und war nur zwei Jahre später Profi. Er war der erste Chinese, der die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2008 in Hongkong in der Tasche hatte. Doch ein Jahr später starb sein Erfolgspferd an Krebs – für den Reiter ein emotionales Desaster, aber auch ein finanzielles. Er hat sich von dem Schock erholt und leitet inzwischen ein eigenes Reitsportzentrum in Guangzhou.

Er selbst konnte nicht in Moskau dabei sein. An seiner Stelle nahmen seine Kinder den Preis entgegen, Yaofeng Li und Zuxian Li.

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