FEI Awards 2021 – jetzt abstimmen!

vcsPRAsset_522461_597805_eb9b67c6-e64e-4ec7-97dd-83e4a92deb20_0

Die FEI Award-Träger 2019: Ingrid Klimke, Uno Yxklinten, Madeleine Broek, Semmieke Rothenberger, Zuxian Li and Yaofeng Li (© FEI)

Es ist wieder so weit, zum zwölften Mal vergibt der Weltreiterverband die FEI-Awards für besondere Leistungen rund ums Pferd. Die Nominierten – darunter einige aus Deutschland – für die fünf Kategorien stehen nun fest und die Abstimmungen sind geöffnet.

Auch in diesem Jahr wurden 20 verschiedenste Reiter und Organisationen vom Weltreiterverband FEI für diese besondere Ehrung nominiert. Ob durch ihre hervorragenden sportlichen Leistungen, herausragende Arbeit oder dadurch, dass sie sich ihren Traum vom Leben und Arbeiten mit Pferden erfüllt haben – die Nominierten aus zwölf Nationen umfassen Paralympics-Teilnehmer, junge aufstrebende Reitsportler, Olympiareiter, Wohltätigkeitsorganisationen, Pferdepfleger, Veterinäre und erstmals auch nationale Verbände.

Best Athlete

In der Kategorie des besten Athleten stand dieses Jahr alles im Zeichen der Olympischen Spiele. Der Springreiter Peder Fredricson bescherte Schweden im Stechen Team-Gold. Er war bereits in 2017 in dieser Kategorie aufgestellt worden. Damals waren Vielseitigkeitsreiterin Ingrid Klimke und Isabell Werth seine Mitnominierten, wobei Werth als Gewinnerin hervorging.

Auch dieses Jahr sind zwei deutsche Reiterinnen aufgestellt, gegen die sich der Schwede behaupten muss. Es sind die Einzel-Olympiasiegerin der Vielseitigkeit, Julia Krajewski, die erste Frau, die jemals diesen Titel tragen durfte, und Jessica von Bredow-Werndl, die einzige deutsche Doppel-Olympiasiegerin aus Tokio und zudem dreifache Europameisterin. Der vierte Nominierte ist mit seinen 17 (!) paralympischen Medaillen Großbritanniens geadelter Reiter Sir Lee Pearson.

Rising Star

Von den ganz Großen geht es zu denen, die auf dem Weg sind, ganz groß zu werden. Die jüngste Aufgestellte des gesamten Awards ist Jimena Carrillo Watanabe aus Mexiko. Mit ihren 14 Jahren gewann die Springreiterin bereits die FEI Nordamerikanische Jugendmeisterschaft im August. Nicht nur die Kategorie der besten Athleten ist für eine deutsche Vielseitigkeitsreiterin vorbehalten, sondern auch der FEI Rising Star. Denn Nachwuchsreiterin Greta Busacker folgt in den Fußstapfen ihrer Mutter: Ingrid Klimke. Gleich zwei Goldmedaillen erritt sich die 19-Jährige bei den vergangenen Europameisterschaften in Schweden.

Best Groom

Ohne sie läuft fast nichts: die Pferdepfleger. Vier Pfleger aus vier verschiedenen Nationen, die sich alle um Pferde von Olympia- bzw. Paralympicsteilnehmern kümmern wurden benannt.

Against all Odds

Eine Besonderheit in diesem Jahr ist, dass zum ersten Mal nationale Verbände aufgestellt wurden. In der Kategorie Against all Odds wurde unter anderem die Japanische Reitsport Vereinigung nominiert, da sie die Olympischen Spiele trotz weltweiter Pandemie möglich gemacht hat und dem Organisationskomitee tatkräftig zur Seite stand. Sicherheit gepaart mit den sportlichen Leistungen, war für sie die oberste Priorität.

Genausogut hätte sie in der Kategorie Best Athlete auftauchen können – Mannschaftsolympiasiegerin Laura Collett (GBR) ist für den Against all Odds Award nominiert. Warum? Weil sie vor acht Jahren einen schlimmen Sturz hatte, bei dem sie unter ihr Pferd geriet, diverse schlimme Verletzungen hatte und zunächst im künstlichen Koma lag. Sie ist seither auf dem rechten Auge blind – und trotzdem eine der besten Vielseitigkeitsreiterinnen der Welt.

Solidarity

In die Kategorie der Solidarität schaffte es die Griechische Reitsport Vereinigung, die während der Waldbrände im August dieses Jahres 300 Pferde aus den gefährdeten Orten des Landes evakuierte und in Sicherheit brachte. Für Aufsehen sorgte außerdem die Organisation Compton Cowboys aus den USA. Aufgetaucht in Kampagnen und Kooperationen von Unternehmen wie Google, Ariat, Adidas & Co. gehen sie einen neuen Weg, um mit Reitkultur eine bessere Gesellschaft aufzubauen.

Zwar ist die Corona-Pandemie noch nicht ganz überwunden, aber dennoch darf im Jahr 2021 mehr Normalität einkehren. So auch bei der FEI Awards Gala, die am 17. November in Antwerpen stattfinden soll. Nicht per Videoanruf oder Online im Stream, sondern persönlich von Angesicht zu Angesicht. Doch die Zuschauer allein bestimmen nicht die Gewinner. Eine Jury, besetzt mit neun fachkundigen Experten aus sieben Nationen, wählt ihre Favoriten. Somit setzt sich das Ergebnis zu 50 Prozent aus den Zuschauerabstimmungen und 50 Prozent aus denen der Fachleute zusammen.

Hier die Übersicht der Kategorien mit den Nominierten

FEI Best Athlete (Bester Athlet):

·         Peder Fredricson (SWE), Springen

·         Julia Krajewski (GER), Vielseitigkeit

·         Jessica von Bredow Werndl (GER), Dressur

·         Sir Lee Pearson (GBR), Para-Dressur

 

FEI Rising Star (Aufstrebendes Talent):

·         Sam Dos Santos (NED), 15 Jahre, Voltigieren

·         Greta Busacker (GER), 19 Jahre, Vielseitigkeit

·         Jimena Carrillo Watanabe (MEX), 14 Jahre, Springen

·         Marten Luiten (NED), 20 Jahre, Dressur

 

Best Groom (Bester Pferdepfleger):

·         Stephanie Simpson (USA), Pferdepflegerin des Vielseitigkeitsreiters Boyd Martin (USA)

·         Jorge Luiz Gonzales (ARG), Pferdepfleger des Springreiters Matias Albarracin (ARG)

·         Kathleen Van Winden (NED), Pferdepflegerin der Para-Dressurreiterin Sanne Voets (NED)

·         Marie Johansson (SWE), Pferdepflegerin des Dressurreiters Patrick Kittel (SWE)

 

FEI Against All Odds (Gegen alle Widerstände):

·         Beatrice de Lavalette (USA), Para-Dressur

·         Laura Collett (GBR), Vielseitigkeit

·         Japan Equestrian Federation ( Japanische Reitsport Vereinigung)

·         Dr Ruben Fausto Arismendi Garat (URU), Distaz-Veterinär

 

FEI Solidarity (Solidarität):

·         Hellenic Equestrian Federation (GRE) (Griechische Reitsport Vereinigung)

·         Sue Ockendon (CAN), Erfinderin des Bromont Rising Programms, Förderung von Teilnehmern unter 25 Jahren bei den Bromont Horse Trials)

·         Compton Cowboys (USA), Gemeinschaftsprojekt in Compton, Los Angeles

·         Equulus Charity ‘Pursuit of Dreams’ (CHN) (Wohltätigkeitsorganisation)

Hier kann man abstimmen!