FEI Awards: Isabell Werth, Ingrid Klimke und Steffi Wiegard sowie Hannah Erbe nominiert

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FEI Awards 2017: Isabell Werth, Ingrid Klimke, Hannah Erbe und Steffi Wiegard sind nominiert. (© FEI/www.st-georg.de)

In fünf Kategorien vergibt der Weltreiterverband (FEI) Awards, unter den 20 aus der ganzen Welt sind vier Deutsche, die Europameisterinnen Isabell Werth, Ingrid Klimke und Hannah Erbe sowie Steffi Wiegard. Außerdem ist ein ganz besonderes Pony im Rennen.

Jeweils vier Vorschläge finden sich auf der Webseite der FEI Awards pro Kategorie. Zur Wahl stehen Personen, bzw. Aktionen in fünf Kategorien, Athleten, Pfleger, Longines Rising Star (so etwas wie der „Aufsteiger der Saison“), Against all odds („Allen Widrigkeiten zum Trotz“) und FEI Solidarity.

Isabell Werth und Ingrid Klimke Top-Athletinnen der FEI-Awards

Die amtierenden Europameisterinnen in der Dressur, Isabell Werth, und Vielseitigkeit, Ingrid Klimke, sowie der Schwede Peder Fredricson, der im Springen kontinentaler Champion in Göteborg wurde, und der Österreicher Peppo Puch bei den Para-Reitern stehen zur Wahl bei den Sportlern, den Athleten. Abstimmen kann jeder, der sich über die Webseite der FEI eingeloggt hat (siehen unten). Die Publikumsabstimmung zählt mit 50 Prozent zum Endergebnis.

Die gute Seele von Weihegold, Don Johnson, Emilio und Co: Steffi Wiegard

Sie ist nicht nur diejenige, die für die Zöpfe und das perfekte Outfit aller Pferde von Isabell Werth zuständig ist, sie ist auch stets an deren Seite, wenn die vierbeinigen Stars auf ihren Reisen durch die Welt mal seelischen Beistand brauchen: Steffi Wiegard. Sie ist bei den Pflegern nominiert, hat aber einen weltweit äußerst populären Konkurrenten, den zu besiegen sicherlich eine echte Herausforderung darstellt: Der Brite Alan Davis, Pfleger im Stall von Carl Hester und als „der Mann an der Seite von Valegro“ weltweit bekannt, ist ebenfalls nominiert. Die beiden verstehen sich übrigens prächtig: Am Tag nach dem Weltcupfinale in Omaha ritten beide gemeinsam ein bisschen mit „Weihe“ und „Barney“ (Carl Hesters Nip Tuck) über das Messegelände.

Pauline v. Hardenberg

„Weihe“ in Göteborg. Sie kennt das Geschäft, weiß wie eine Siegerehrung abläuft. Deswegen schaut man auch nur ganz lässig über Steffi Wiegards Schulter. (© Pauline v. Hardenberg)

Pauline von Hardenberg

„Keep cool and schmuse on!“ Valegro und sein Pfleger Alan in Rio 2016. (© Pauline von Hardenberg)

 

 

 

 

Die Aufsteiger: Longines Rising Star

Im vergangenen Jahr hatte Sönke Rothenberger noch die Auszeichnung als „aufsteigender Stern“ im Sport in Tokio bei der FEI-Vollversammlung entgegengenommen. Nun hat er zwei Einzel-Silbermedaillen „mit Goldrand“ zu Hause nach den Europameisterschaften von Göteborg, wo er dicht dran war an der ganz großen Überraschung. In seine Stapfen könnte Hannah Erbe treten, die mit ihrem Carlos bei der EM abgeräumt hat. Starke Konkurrenz aber auch in diesem Segment: Harry Allen, der „kleine“ Bruder des irischen Springreiters Bertram Allen, Doppel-Europameister bei den Ponys, kann sich auch Hoffnung auf diesen Award machen.

Against all Odds – zurück ins (Pferde-)Leben gekämpft

Auch spannend: Wer hat sich trotz körperlicher oder anderer Probleme durchgebissen und sich im Pferdesport bzw. mittels Pferden wieder ins Leben zurückgekämpft. Hier stehen der junge Chilene Manuel Franke Bertolotto mit Down Snydrom, die Australierin Emma Booth, die sich drei Jahre nach einem unverschuldeten Verkehrsunfall, nach dem sie nun querschnittsgelähmt ist, für die paralympischen Spiele von Rio qualifizieren konnte. Die Schwedin Felicia Grimmenhag verlor bei einem Mopedunfall beide Beine und der Niederländer Eddo Hoekstra erlitt einen Schlaganfall, war nicht mehr Herr seiner linken Körperhälfte, und ist nun als Reitlehrer wieder im Einsatz.

Tolle Projekte: FEI Solidarity

Mit dem Solidaritätspreis werden besonders engagierte Menschen oder Ideen belohnt. Hier sind ein Voltigierclub aus Kanada, hinter dem eine Familie steht, der Ire Liam Moggan, geistiger Vater des FEI Coach Education Programms und die indische Initiative ROR, die aus Rennpferden Reitpferde macht, um so den Reitsport auf dem Subkontinent zu unterstützen, nominiert. Außerdem ist Hannah’s Wilberry Wonder Pony Charity mit von der Partie. Die Plüsch-Ponys sammeln Geld für Familien von Schwerkranken. Auf die Idee gekommen war Hannah Francis, eine junge Vielseitigkeitreiterin, die an Krebs erkrankte und 2016 an den Folgen der Erkrankung verstarb. In Badminton ritt Michael Jung mit einem Wilberry Wonder Pony auf der Schulter durch den Cross.

Wer seine Stimme abgeben möchte, muss auf der Webseite der FEI lediglich den „Cast your vote-Button“ drücken, Wir drücken allen die Daumen!

 

 

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