FEI „Best Athlete“ Award an Simone Blum

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Die Gewinner der FEI-Awards 2018 (© FEI)

Die großen Ereignisse wollen kein Ende nehmen dieses Jahr für Springreiter-Weltmeisterin Simone Blum. Nun wurde sie auch noch als „Best Athlete“ mit dem FEI-Award des Weltreiterverbandes ausgezeichnet.

Simone Blum ist nach der Kanadierin Gail Greenough erst die zweite Frau, die sich Weltmeisterin der Springreiter nennen darf. Greenough siegte 1986. Simone Blum 2018 mit ihrer wunderbaren DSP-Stute Alice v. Askari.

Schon 2017 zeichnete sich mit dem Sieg bei den Deutschen Meisterschaften, einem zweiten Platz beim Global Champions Tour-Springen in Berlin, guten Runden beim FEI-Nationenpreis-Finale und Siegen in den Rahmenspringen der EM in Göteborg ab, dass Simone Blum und Alice Championatsqualitäten haben.

Die Weltreiterspiele in Tryon waren dann ein einziger Triumphzug für das Duo. Nicht einen Springfehler leisteten sie sich während der ganzen Tage. Egal, welche Fragen der Parcoursbauer stellte, Alice hatte die Antwort. So kehrte Simone Blum geschmückt mit Mannschaftsbronze und Einzelgold heim ins bayerische Zolling.

Hier heiratete sie wenig später ihren Lebensgefährten und Alice-Entdecker Hans-Günther Goskowitz, der nun auch Blum mit Nachnamen heißt.

Die Auszeichnung der FEI als Best Athlete dürfte wohl das Sahnehäubchen dieses besonderen Jahres sein für Simone Blum.

Nach ihrer Ehrung erklärte sie: „Es macht mich sehr stolz diesen Award zu gewinnen, den schon viele Top-Reiter vor mir bekommen haben. Ich glaube, davon träumen viele Reiter. Diesen Preis habe ich auch meinen vielen Fans und Unterstützern zu verdanken, ihnen gilt deshalb mein besonderer Dank. Ich könnte mir keine besseren Fans wünschen.“

Der FEI-Awards werden zum einen vom Publikum vergeben, zum anderen von einer internationalen Jury. Beide Parteien haben 50 Prozent Stimmanteile.

Dass das Leben als Weltmeisterin auch seine Tücken mit sich bringt, und die sportlichen Bäume nicht in den Himmel wachsen, hat Simone Blum in den letzten Wochen übrigens auch erlebt. Mit Gabriele Pochhammer sprach die 29-Jährige in Stuttgart über einen Sturz in Verona und darüber, was nun die ganz alltäglichen Herausforderungen sind.

Die weiteren Preisträger

Der „Best Athlete“ Award ist nur eine von insgesamt fünf Kategorien. Nominiert war unter anderem auch Isabell Werths Pflegerin Steffi Wiegard als „Groom of the Year“. Diese Ehrung ging dieses Jahr allerdings an den US-Amerikaner Lee McKeever, der sich seit 30 Jahren um die Pferde von Mannschaftsweltmeister McLain Ward kümmert.

Der „Longines Rising Star Award“ für den besten Nachwuchsreiter ging an den französischen Vielseitigkeitsreiter Victor Levecque. Der 20-Jährige hat bereits zehn EM-Medaillen, zwei davon in Gold, zuhause hängen. Fünfmal gewann er die französischen Meisterschaften.

Der „FEI Solidarity Award“ für die Förderung des Reitsports in Ländern, wo er noch wenig verbreitet ist, ging an Chinas Vielseitigkeitsstar Alex Hua Tian und Philip Wong, die ein Horsemanship Charity Programm in China ins Leben gerufen haben.

Der „Against all Odds Award“ für Pferdefreunde, die außergewöhnliches leisten mussten bzw. müssen, um den Pferdesport ausüben zu können, ging an Leila Malki aus Palästina. Sie ist ein Vorbild für junge Frauen ihrer Heimat und setzt sich maßgeblich dafür ein, dass der Pferdesport dort Verbreitung findet.

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