FEI-Generalversammlung: Steve Guerdat fordert Rückkehr zu altem Modus im Springreiten

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Steve Guerdat und sein Erfolgspferd Nino des Buissonnets, mit dem er in London 2012 Olympiasieger wurde und in Rio 2016 Vierter. (© Pauline von Hardenberg)

Im Rahmen der jährlichen Generalversammlung des Weltreiterverbandes (FEI) hat sich der Schweizer Springreiter Steve Guerdat dafür stark gemacht, bei Olympischen Spielen zurückzukehren zum alten Format. Der dieses Jahr bei Olympia in Tokio umgesetzte Modus sei klar zu Lasten der Pferde gegangen.

Unschöne Bilder habe das produziert, so Guerdat in seiner Rede, mit der er den Internationalen Club der Springreiter (IJRC) vertrat. Unschöne Bilder, die sich leicht hätten vermeiden lassen. Das Reglement hätte in Tokio dazu geführt, dass Reiter und Pferde teils überfordert waren und um eine faire Chance gebracht worden seien, bemängelt Guerdat.

Wer die Olympischen Spiele in diesem Jahr verfolgt hat, der weiß auch, wovon der Eidgenosse spricht. Ausscheiden bereits am ersten Sprung des Parcours oder Nasenbluten eines Pferdes sprachen eine klare Sprache.

Deshalb forderte Guerdat in der Versammlung, die FEI solle 2024 bei Olympia im Springreiten zurückkehren zu vier Reitern pro Mannschaft mit einem Streichergebnis. Auch solle seiner Ansicht nach wieder erst der Mannschaftswettbewerb und anschließend die Einzelwertung ausgetragen werden. „Ich hoffe, dass wir gemeinsam erreichen können, was wir für unmöglich halten. Wir müssen zum alten Format zurückkehren. Das ist zum Wohle der Pferde“, sagte er.

Sein ganzes Statement können Sie in diesem Video sehen:

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