FEI-Präsidentin Haya stellt sich zur Wiederwahl

FEI-Präsidentin Haya stellt sich für eine weitere Amtsperiode zur Wiederwahl

(© FEI)

Im Rahmen einer außerordentlichen FEI-Generalversammlung wurde gestern beschlossen, die Statuten dahingehend zu ändern, dass künftig eine dritte Präsidentschaftsperiode möglich ist. 103 Nationale Vereinigungen waren dafür und geben Präsidentin Haya damit die Möglichkeit, für weitere vier Jahre im Amt zu bleiben.

Auch waren die FNs dafür, dieselbe Möglichkeit für alle Mitglieder des FEI-Bureaus einzuräumen. Im September hatte Präsidentin Haya erklärt, sie stünde doch nicht für eine Wiederwahl zur Verfügung. Und das wenige Wochen, nachdem sie angeregt hatte, die Begrenzung der Amtszeit auf zwei Jahre wieder aufzuheben, damit sie noch einmal würde antreten können obwohl die Begrenzung der Amtsperiode ihre eigene Idee war. Jetzt will sie also doch wieder. Ein ganz schönes Hin und Her!

Wie der Weltreiterverband meldet, war es eine Petition mit Unterschriften von über 100 NFs, die nach einer Außerordentlichen Generalversammlung zum Thema verlangte. Haya selbst ließ sich bei der Wahl und der vorausgegangenen Diskussion entschuldigen und durch Generalsekretär Ingma de Vos vertreten. Die Präsidentin tauchte wieder auf, nachdem die Mehrheit sich für die Änderung der Statuten ausgesprochen hatte. Sie wurde mit stehenden Ovationen begrüßt und war sichtlich bewegt.

„Ich hatte immer das Gefühl, dass wenn man Menschen Verantwortung gibt, Vertrauen und Glauben in ihre Fähigkeiten, man ihnen dann auch eine Chance gibt, erfolgreich zu sein im Leben. Und das ist es, was Sie mir immer entgegengebracht haben. Ich kann Ihnen nicht beschreiben, wie sehr ich das zu schätzen weiß. Es ist eine Riesenehre.

Haya führte aus, sie fühle sich sehr geehrt, dass man ihr die Möglichkeit gegeben hat, zum dritten Mal für das Präsidentschaftsamt zu kandidieren. Weiter wolle sie an diesem Tag nicht gehen, weil sie glaube, dass die Möglichkeit besteht, dass da noch andere Kandidaten sind. Und sie denke, dass man diesen die Möglichkeit geben sollte, voran zu kommen.

Die FEI-Präsidentschaftswahlen finden im Dezember im Rahmen der Generalversammlung statt. Am 9. und 10. Juni wird der Vorstand über die Bewerbungsfrist der potenziellen Präsidentschaftskandidaten entscheiden. Von Seiten der Schweizer Nationalen Vereinigung gibt es bereits einen Vorschlag: den Unternehmer und früheren Turnierchef des CHI Genf, Pierre Genecand. Aber seine Kandidatur muss noch offiziell erklärt werden.

Außerdem wurde im Rahmen der außerordentlichen Generalversammlung einstimmig beschlossen, ein olympisches Gremium einzurichten. Der Vorschlag kam im Februar von Seiten des Vorstands. Aufgabe dieses Gremiums soll die Aufrechterhaltung des Kontaktes zwischen der FEI und denjenigen Mitgliedern der Olympischen Familie sein, die einen Pferdesporthintergrund haben, mit dem Ziel, den Pferdesport im olypischen Programm zu halten. Wer alles zu diesem Rat gehört, soll in Kürze bekannt gegeben werden.