UPDATE: Feuer im Dressurstall Rothenberger, mehrere Pferde sollen ums Leben gekommen sein

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Die Hessenschau berichtet von einem Brand auf dem Erlenhof der Familie Rothenberger in Bad Homburg, bei dem mehrere Pferde zu Tode gekommen sein sollen.

Der Brand sei am Donnerstagmorgen ausgebrochen, heißt es. Demnach habe als erstes die Reithalle Feuer gefangen. Um 6.15 Uhr ging die Meldung bei der Feuerwehr ein. Das habe ein Polizeisprecher berichtet.

Der nächste Satz lautet: „Mehrere Pferde kamen in den Flammen zu Tode.“ Außerdem sollen zwei Menschen, die den Tieren helfen wollten, Rauchgasvergiftungen erlitten haben.

Andere Pferde hätten sich aber in den angrenzenden Wald retten können und wurden eingefangen. Die Reithalle sei komplett niedergebrannt. Das Feuer habe dann auf angrenzende Gebäude übergegriffen.

Die Rothenbergers selbst sind derzeit mit einigen Pferden beim CDI Lier. Die jüngste Tochter Semmieke reitet dort ihre Stuten Geisha und Dissertation.

Nun hat sich Familie Rothenberger auf ihrer Homepage auch selbst zu Wort gemeldet:

„Wie Ihr vermutlich schon mitbekommen habt, hat es in der Nacht auf unserem Hof gebrannt. Wir treten jetzt die Rückreise aus Lier an, um uns selbst ein Bild zu machen. Fest steht jetzt schon, dass wir einen Großteil unseres Lebenswerks verloren haben: Unsere Reithalle, unseren Stall, mehrere Nachwuchspferde und Rentner. Sönke und Sanneke sind auf den Brand aufmerksam geworden, weil unser Hund angeschlagen hat. Sönke konnte Cosmo in den Stall von Familie Krause bringen und auch Goldi retten, mehrere andere Pferde sind verletzt. Sanneke liegt mit einer Rauchvergiftung zur Beobachtung im Krankenhaus, es geht ihr aber so weit gut.

Wir werden Euch berichten, wenn wir selbst einen Überblick haben und wieder Worte finden. Bitte verzichtet bis dahin darauf, uns anzurufen.

Danke!

Die Rothenbergers“

Update 11.00 Uhr: Inzwischen steht fest, dass vier Pferde tot sind. Drei weitere werden in der Tierklinik behandelt. Eines konnte bislang noch nicht eingefangen werden. Das Feuer ist gelöscht. (Quelle: www.fnp.de)

Update 16:12 Uhr: Die Hessenschau berichtet nun, es seien fünf Pferde zu Tode gekommen. Zuvor war die Polizei von vieren ausgegangen.

Update 17:00 Uhr: Der Polizeibericht zu dem Unglück

Zu einem Großbrand kam es am Donnerstagmorgen im Bereich eines Gestüts im Bad Homburger Stadtteil Dornholzhausen. Gegen 06.20 Uhr meldeten sich Bewohner des Stadtteiles bei der Rettungsleitstelle des Hochtaunuskreises und teilten mit, dass sie Rauchschwaden und Feuerschein wahrnehmen würden, den sie im Bereich des „Gestüts Erlenhof“ vermuten. Entsandte Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und der Polizei konnten schon bei der Anfahrt zu der benannten Liegenschaft deutlich sichtbaren Feuerschein im Bereich der zentral auf dem Gelände gelegenen Stallungen feststellen. Zwischenzeitlich waren auch schon Angehörige der Betreiberfamilie und Mitarbeiter des Gestüts auf den Brand aufmerksam geworden und hatten bereits mit der Evakuierung der in den Stallungen einstehenden Pferde begonnen. Für fünf der rund 35 Pferde kam allerdings jede Hilfe zu spät, sie konnten aus ihren Boxen nicht mehr befreit werden und verendeten. Einige der befreiten Pferde rannten über das weitläufige Gelände in den angrenzenden Waldbereich, konnten aber in der Folge nach und nach wieder eingefangen werden. Durch die von mehreren Dutzend Einsatzkräften der Feuerwehr durchgeführten Löscharbeiten konnte ein Übergreifen des Brandes auf weitere Gebäudeteile verhindert werden. Dennoch führte der Brand zur vollständigen Zerstörung der Stallungen sowie einer erheblichen Beschädigung einer angrenzenden Reithalle. Bei der Evakuierung der Pferde, von denen drei verletzt wurden und tierärztlich versorgt werden mussten, wurden zwei Gestüts-Mitarbeiter bzw. Angehörige verletzt und mussten mit Verdacht einer Rauchvergiftung in ein Krankenhaus gebracht werden. Im Rahmen der zum Berichtszeitpunkt noch immer andauernden Löscharbeiten wurden zwei der rund 250 im Einsatz befindlichen Feuerwehrleute verletzt und mussten medizinisch betreut werden. An dem sich vermutlich noch bis in die Abendstunden erstreckenden Einsatzgeschehen waren neben den Bad Homburger Wehren auch weitere Feuerwehren aus dem gesamten Hochtaunuskreis sowie dem Rhein-Main-Gebiet beteiligt, ebenso wie Einsatzkräfte des Deutschen Roten Kreuzes, des Technischen Hilfswerkes und der Polizei. Erkenntnisse zur Brandursache bestehen derzeit noch nicht. Diesbezüglich haben Brandursachenermittler des Hessischen Landeskriminalamtes sowie der örtlichen Kriminalpolizei bereits an der Brandstelle die Ermittlungen aufgenommen. Schätzungen zur mutmaßlichen Schadenshöhe liegen bislang noch nicht vor.

Zeugen oder Hinweisgeber, die Feststellungen im Zusammenhang mit dem Brand gemacht haben, werden gebeten, sich bei dem Kommissariat für Branddelikte der Kriminalpolizei in Bad Homburg unter der Rufnummer (06172) 120-0 zu melden.

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Westhessen – Wiesbaden
Konrad-Adenauer-Ring 51
65187 Wiesbaden
Pressestelle
Telefon: (0611) 345-1045/1041/1042
E-Mail: pressestelle.ppwh@polizei.hessen.de

Noch ungeklärt ist, wie es zu dem Brand kommen konnte. Wir berichten, sobald wir weitere Neuigkeiten haben.

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