FN bittet um Spenden für den Schutz von Pferden vor Wolfsangriffen, totes Pony in Hünxe

Wolf

(© www.st-georg.de)

Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) macht sich stark für den Schutz von Pferden vor Wölfen. Der Erfolg hängt auch von den finanziellen Mitteln ab. Darum hat man ein Spendenkonto eingerichtet.

Von Seiten der FN heißt es, man setze sich für „ein einheitliches Wolfsmanagement und damit für den Schutz von Weidetieren“ ein. Der deutsche Pferdesportdachverband hat dabei die Unterstützung vom Aktionsbündnis Forum Natur sowie anderen Landwirtschafts- und Nutztierhalter-Verbänden. Doch angesichts der zunehmenden Ausbreitung der Wölfe auch nach Süd- und Westdeutschland werden die Aufgaben immer komplexer. Hinzu kommt die Corona-Pandemie, die auch die FN treffe. Darum hat der Verband nun ein „Sonderkonto Wolf“ eröffnet, um Spendengelder zu sammeln.

Generalsekretär Soenke Lauterbach erklärt: „Bisher konnte über Einzelspenden und den FN-Jahresbeitrag im AFN eine der Situation noch angemessene Arbeit geleistet werden. Dieser Punkt ist inzwischen überschritten“, so Lauterbach. Und weiter: „Gleichwohl verzeichnen wir mit der Novellierung des Bundesnaturschutzgesetzes und der Vorlage einer Blaupause für einen Wolfs-Managementplan sichtbare Erfolge. Nur fehlt jetzt der Druck auf Politik und Öffentlichkeit. Die Arbeit musste auf ein Notstandsprogramm heruntergefahren werden, weil sie nicht mehr finanzierbar ist. Die gewachsenen Erfordernisse bedürfen aber gerade einer zentralisierten Professionalisierung.“

Der Plan ist, eine eigene Stelle im AFN zu schaffen, bei der die Wolfsrisse zentral zusammenlaufen und veröffentlicht werden sowie Statistiken geführt werden. An den Kosten für diese neue Stelle soll sich auch der Pferdesport beteiligen. Wer dies unterstützen möchte, kann einen beliebigen Beitrag auf das „Sonderkonto Wolf“ der FN einzahlen. Die Kontodaten sind:

Sparkasse Münsterland Ost,

IBAN: DE19 4005 0150 0034 4269 57

Lauterbach: „Wenn wir diese zentrale Stelle nicht schaffen können, kann das Thema Wolf nicht mehr in der gebührenden Form behandelt werden. Dann wird es nur noch jeder Verband für sich tröpfchenweise und gegebenenfalls mal fallbezogen angehen können. Wir danken deshalb allen Menschen, die sich an den Kosten für die neue Stelle beteiligen wollen.“

Totes Pony in Hünxe

Derweil berichtete der WDR über ein weiteres totes Pony in der Gemeinde Schermbeck, wo nachweislich Wölfe angesiedelt sind, die hier schon einmal ein Pony gerissen haben. Laut WDR Meldung stand das Pony auf einer hausnahen Weide in Hünxe und sei durch einen Biss in die Kehle getötet worden. Es sei acht Meter über die Weide gezerrt worden, darum gehe man vom Angriff eines Rudels aus. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) untersucht die Angelegenheit.

Den Beitrag des WDR finden Sie hier.