FN-Präsidium zu Olympia-Verschiebung: „Wir hätten keine Mannschaft geschickt“

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Seit heute steht fest: Die Olympischen Sommerspiele werden auf 2021 verschoben. Das Präsidium der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) begrüßt diese Entscheidung ausdrücklich.

Nach langem Hin und Her kam heute die finale Entscheidung: Es wird kein Tokio 2020 geben. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) und der japanische Premierminister Shinzo Abe haben sich darauf geeinigt, die Olympischen Sommerspiele angesichts der Corona-Pandemie erst im nächsten Jahr auszutragen. Wie das Internationale Paralympische Komitee (IPC) kurz darauf bekannt gab, betrifft dies auch die Paralympics.

Die Führungsetage der FN hat sich bereits positiv zu der Olympia-Verschiebung geäußert. „Diese Entscheidung ist zu einhundert Prozent im Sinne der Athleten und der Chancengleichheit gefallen. Auch unser Präsidium hat sich heute dementsprechend positioniert“, sagte DOKR-Geschäftsführer Dr. Dennis Peiler. „Wir haben auch eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung. Die Spiele in Tokio wären zu einer Spielwiese für das Virus geworden, und deshalb war es vollkommen richtig, jetzt die Reißleine zu ziehen.“

Viele wichtige Vorbereitungs- und Sichtungsturniere – wie etwa die Deutschen Meisterschaften in Balve oder Horses & Dreams in Hagen – sind angesichts der Corona-Krise bereits auf einen späteren Termin verlegt oder ganz abgesagt worden. „Derzeit kann auch kein adäquates Training unter Betreuung der Bundestrainer mehr stattfinden. Spätestens ab Mitte Mai wäre für unsere Reiter und Pferde keine sportfachlich angemessene und zielgerichtete Vorbereitung auf die Spiele mehr möglich gewesen“, erklärte Dr. Peiler in einem offiziellen Statement. „Wenn IOC und IPC an dem vorgesehenen Austragungstermin festgehalten hätten, dann hätten wir in den nächsten Wochen entscheiden müssen, keine Reitsport-Nationalmannschaft nach Tokio zu entsenden.“

Quelle: fn-press

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