Fußballer Sergio Ramos investiert in neues Pferd für Sergio Alvarez Moya

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Sergio Alvarez Moya und Jet Run bei den Europameisterschaften 2019 in Rotterdam. (© www.toffi-images.de)

Mit Erfolg kennt er sich aus: Sergio Ramos zählt zu den berühmtesten Fußballern der Welt. Der Kapitän von Real Madrid war schon Weltmeister, unzählige Male für die spanische Nationalmannschaft im Einsatz und gewann mehrfach die Champions League. Nun hat er für seinen Landsmann Sergio Alvarez Moya ein neues Pferd gekauft.

Dass Fußball und Reitsport sich durchaus gut verstehen können, beweisen nicht zuletzt Thomas und Lisa Müller, die zukünftig auf dem Gut Wettlkam eine Deckstation betreiben wollen. Auch in Spanien treffen die beiden Sportarten nun aufeinander: Innenverteidiger Sergio Ramos hat für Sergio Alvarez Moya ein neues Pferd erworben. Letzterer ist bereits ebenfalls in der Champions League der Springreiter angekommen, vertrat sein Land schon bei Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften.

Ab sofort hat Sergio Alvarez Moya mit der achtjährigen Eliante Z v. Ermindo W eine weitere Nachwuchshoffnung unter dem Sattel. Die belgische Stute war bisher unter der Niederländerin Kimberley Winsingh und zuletzt unter dem Kolumbianer Camilo Robayo im Parcours zu sehen. Der Verkauf kam über den für Israel startenden Springreiter Daniel Bluman zustande, der in den USA beheimatet ist.

Zu World of Showjumping sagte Sergio Alvarez Moya: „Ich bin gespannt auf die Zukunft mit Eliane und fühle mich sehr priviligiert, dass ich diese Partnerschaft mit Sergio Rames eingehen kann. Er ist einer der besten Fußballspieler aller Zeiten und liebt zufällig auch auch Pferde und Spitzensport. Ich bin mir sicher, dass wir gemeinsam viel Spaß und Erfolg haben werden.“

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    • Dani

      Ich wohne nahe einer Galopprennbahn und habe dort früher auch gejobbt. Ehrlich gesagt, weine ich dem „Sport“, der reiner Kommerz ist, keine Träne nach. Der Umgang mit den Pferden ist weitestgehend wirklich hart und sehr viele dieser Pferde werden leider nicht sehr alt. Die zahlreichen Ermüdungsbrüche und gravierenden Sehnenschäden sieht der Wetter/Zuschauer nicht. Und wenn der „Bock“ nichts taugt, geht er eben in die Wurst. Mit „Sport“ und horsemanship, geschweige denn einem pferdegerechten Leben, hat das nichts zu tun.

      • Mia J.

        Ich bin es inwischen wirklich leid, dass dieses Thema immer wieder aufkommt. Ich bin schon lange im Galopprennsport dabei (ich war vorher bei den Warmblütern) und will dabei auch nichts verherrlichen. Klar gibt es in der Galoppszene auch unschöne Momente und Verhaltensweisen und Verletzungen, aber vermutlich auch nicht übermäßig mehr als im Warmblutsport. Ich weiß ja nicht, was bei Ihnen „früher“ heißt, aber inzwischen kommt eine große Anzahl Galopper auch im Freizeitbereich unter und ich erlebe selbst Vollblüter, die ein höheres Alter als viele Warmblüter erleben. Wie viele Warmblüter „verschwinden“ immer wieder im großen Sport von der Bildfläche, von denen man nie wieder was hört? Die „Massenproduktion“ in der Warmblutzucht, die durch die künstliche Besamung ermöglicht wird, in der Stuten noch nicht mal mehr namentlich erwähnt werden, lässt sich nicht annähernd mit der Vollblutzucht vergleichen. Und das Wort „Kommerz“ kann auf den Warmblutsektor ganz genauso angewendet werden, denn ohne gewisse finanzielle Mittel (wie bereits mehrfach diskutiert wurde), kommt man in dem Sport auch nirgendwo hin! Ich glaube, dass Ihr gesamter Absatz sich entweder generell auf den Pferdesport beziehen sollte, aber mit Sicherheit nicht allein auf eine Sparte!

  1. Carmen Fischer

    Nun vor 20 Jahren habe ich 2 Warmblutfohlen groß gezogen und immer wieder neidisch zu den großen, gepflegten Koppeln der Vollblüterzucht nebendrann geschielt. Da kamen die Stuten/Fohlen/Jährlinge jeden Tag auf große saftige Wiesen, auch im Winter!
    Was glauben sie wieviel Mühe es damals war, meinen Kleinen im Winter genügend Auslauf an der frischen Luft bei optimaler Betreuung und individueller Fütterung zu bekommen, nicht nur einen kleinen Matschpaddock für ein paar Minuten.
    Sicher hat sich in der Warmblutzucht einiges getan, aber an die Aufzuchtsbedingungen auf dem Vollblutgestüt kommen viele kleine Züchter/Freizeitpferdehalter nicht drann.
    Ihnen fehlt einfach Platz und Geld.

  2. M. Bach

    Hallo Carmen,
    … kann Dich gut verstehen. Schade nur, dass die Fohlenzeit der Vollblüter so kurz bemessen ist,

    Übrigens, bin ich auch immer noch so romantisch veranlagt, dass ich es der Vollblutzucht hoch anrechne, dass wenigstens bei ihnen noch der Natursprung verpflichtend erhalten geblieben ist.

    Es war immer sehr aufregend und spannend, mit einer rossigen Stute zum Hengst zu fahren – und die beiden zusammen zu erleben. Mag sie ihn, oder mag sie ihn nicht? Da gab es große Unterschiede: wenn es besonders gut passte, war das Stutchen richtiggehend „verliebt bis über beide Ohren“. Und ich habe mich gefreut für sie.

    Als Hobby-Züchter brauchte ich sie auch nicht als Wirtschaftsfaktor und Pferde-Produktionsmaschine zu sehen, sondern als Lebewesen und Persönlichkeit. Nee, so praktisch und wirtschaftlich profitabel, wie das auch sein mag: mit einem imposant heranpiaffierenden, beeindruckend schnaubenden Hengst, kommt kein Tierarzt mit. Und an Embryonen-Auktionen, etc. werde ich mich in diesem Leben auch nicht mehr gewöhnen.

  3. Carmen Fischer

    Hallo Herr Bach,

    danke für diesen netten Einblick in alte Zeiten.
    Trotz der Kälte wurde mir richtig warm ums Herz, und alte Erinnerungen werden wach.
    Wie ich damals mit meiner Stute zum Hengst fuhr und was für ein Gentlemen der Abprobierhengst war. Früher hat man gelegentlich auch mal den Hengst gewechselt, wenn die Stute trotz eindeutiger Rosse den Hengst garnicht abkonnte. Leider ist der natürliche Paarungsakt nahezu verschwunden, schade.
    Ich wünsche ihnen als Züchter viele glückliche Momente dieses Frühjahr und gesunde Suten und Fohlen.


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