Giglio d’Oro für FEI-Ehrenpräsidentin Haya

Haya von Jordanien in ihrer Zeit als FEI-Präsidentin (© Haya von Jordanien als FEI-Präsidentin)

Prinzessin Haya von Jordanien, die acht Jahre lang als Präsidentin dem Weltreiterverband FEI vorstand, wurde für ihre Leistungen auf humanitärem Gebiet in Italien mit einem prestigeträchtigen Preis ausgezeichnet.

Die italienische Galileo 2000 Stiftung ehrt Menschen, die Bedeutendes in den Bereichen Friedensarbeit, Musik und Kunst erreicht haben, mit dem Giglio d’Oro. Haya, die seit ihrer Ablösung 2014 durch Ingmar de Vos Ehrenpräsidentin der FEI ist, wurde der Giglio d’Oro in Florenz für ihren Beitrag auf humanitärem Gebiet geehrt. Ursprünglich hatte Haya eine dritte Amtszeit als FEI-Präsidentin angestrebt. Dafür war eigens das Reglement geändert worden. Schlussendlich entschied sie sich dann aber doch dagegen und begründete dies damit, dass ihre familiären Pflichten sie stark einbinden und dass es durch die zunehmenden Spannungen im Mittleren Osten immer schwieriger wird, ihre humanitären Ziele in dem Bereich zu erreichen.

Bei der Preisübergabe meinte Haya, derjenige, der eigentlich geehrt werden sollte, sei ihr Mann, Scheich Mohammed Bin Raschid Al Maktoum, der Herrscher von Dubai, Vize-Präsident und Premierminister der Vereinigten Arabischen Emirate (UAE): „Ohne seine liebevolle Unterstützung und Großzügigkeit, hätte ich nicht annähernd so viel erreicht.“ Haya ist UN-Friedensbotschafterin, Vorsitzende der International Humanitarian City in Dubai und eine ehemalige Botschafterin des Welternährungsprogramms gegen Hunger. Außerdem war sie diejenige, die 2011 das FEI-Solidaritätsprogramm ins Leben gerufen hat, mit dem die weltweite Entwicklung des Pferdesports unterstützt werden soll.

Weiter erklärte Haya in ihrer Rede: „Dubai und die UAE sind an vorderster Stelle beim weltweiten globalen humanitären Einsatz. Nur wenige Menschen wissen das, aber die Vereinigten Arabischen Emirate sind auf Platz eins der weltweiten Spendengeber vorgerückt. 1,2 Prozent des Bruttoinlandsproduktes fließen jedes Jahr in Hilfsprojekte in mehr als 100 Ländern. Das bedeutet, fast fünf Milliarden US-Dollar kommen aus einem Land, das nur acht Millionen Einwohner hat.“

Sie betonte, sie sei überzeugt, dass es nicht darum gehe, was man schon geschafft hat, sondern darum, was man noch tun könne, im Wettlauf mit der Sanduhr von Armut, Hunger und Krankheit. Ihre persönlichen Helden seien unter anderem die Ärzte ohne Grenzen, das UN Friedenscorp, das Rote Kreuz und andere. „Sie haben oft gegen größte Widrigkeiten anzukämpfen und werden dafür nur gering entlohnt.

Der Giglio d’Oro ist nicht der erste Preis, den Haya erhalten hat. Im September 2014 erhielt sie den französischen Legion of Honour und im Juni wurde sie für ihren Einfluss im Reitsport mit dem Longines Lady Award ausgezeichnet. Und vergangenen Dezember konnte sie von Präsident Thomas Bach eine Auszeichnung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) in Empfang nehmen. Jeder einzelne von ihnen verdient unsere Anerkennung, unseren Respekt und unsere Unterstützung.“