Gilbert Böckmann wird Nationaltrainer für Neuseelands Springreiter

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Gilbert Böckmann mit seinem ehemaligen Spitzenpferd, der Stute No Father's Girl (© Toffi)

Der neuseeländische Reiterverband hat sich einen erfahrenen Pferdemann gesucht, der sich künftig um das Training der Springreiter im Championatskader kümmern soll.

Gilbert Böckmann (60) war sechs Jahre lang und über zwei Olympische Spiele (Hongkong 2008 und London 2012) für die Australier im Einsatz. Nun also Neuseeland. Eine Verbindung dorthin hat Gilbert Böckmann schon lange durch Samantha McIntosh, der er den Hengst Check In verkauft hat.

„Samantha ist eine langjährige Freundin von mir, die ich häufig um Rat frage. Wir geben uns gegenseitig Tipps und kennen unsere Pferde. Es liegt auf der Hand, dass ich Check In nicht an jeden verkauft hätte und sie ist eine der wenigen, der ich ihn anvertraut hätte. Ich bin so glücklich, dass er so erfolgreich war für Neuseeland.“

Der inzwischen 18-jährige OS-Hengst Check In v. Cordalmé Z-Lord Pezi – übrigens selbst Vater mehrerer internationaler Springpferde wie z. B. Michael Jungs Chelsea und Halbbruder zu dem noch bei Böckmann stationierten Checkter v. Cellestial – kam bei Böckmanns zur Welt und hat Samantha McIntosh unter anderem zu den Weltreiterspielen 2018 in Tryon begleitet. Vor einem Jahr ging er sein letztes Turnier.

Die Neuseeländer sind auf Gilbert Böckmann zugekommen und haben ihn gefragt, ob er das Amt des Nationaltrainers übernehmen wolle. Eine große Ehre, wie er sagt.

„Ich konnte nicht anders, als Ja zu sagen. Ich freue mich darauf, wieder Teil des internationalen Sports zu sein – wenngleich auch nicht im Sattel. Aber ich liebe es, aktiv zu Erfolgen beizutragen.“

Gilbert Böckmanns Erfolge

Gilbert Böckmann weiß, wovon er als Trainer spricht. Schließlich hat er selbst eine beeindruckende Karriere im Sattel gehabt. Mehrfach gehörte er zu siegreichen deutschen Nationenpreis-Mannschaften und war auf der ganzen Welt siegreich und platziert. Sein bestes Pferd war die Stute No Father’s Girl, mit der er zum Beispiel den Großen Preis von Münster gewinnen konnt, Zweiter im Weltcup-Springen von Verona war und sich in Aachen im Preis von NRW platzierte.

Eine Verletzung bedeutete das sportliche Aus für die Stute, die wie ihr Name schon sagt, ein Kind der Liebe war. Sie ging nach ihrer Karriere im Springsport in die Zucht und schenkte noch mehreren Fohlen das Leben.

Nach ihr war Gilbert Böckmann noch mit mehreren Pferden international im Einsatz, beispielsweise mit besagtem Youngster Checkter, aber auch etwa mit Lord Fauntleroy, den er in den Sport gebracht hat, ehe er erst zu Marco Kutscher, denn Henrik Griese und jetzt Markus Brinkmann ging.

Freude auf Neuseeland

Neuseeland wird auch für Gilbert Böckmann eine neue Erfahrung sein. „Ich bin noch nie dort gewesen, aber mein Sohn. Und nachdem ich die Bilder gesehen und seine Erzählungen gehört habe, muss ich definitiv eines Tages dorthin! Es gibt so viele Dinge, die ich an dem Land liebe und die ich gerne machen würde – Skifahren, an die schönen Strände gehen und – vor allem – Zeit mit den Pferden verbringen.“

Die Neuseeländer, seien „richtige“ Pferdeleute. „Das ist etwas, was ich wirklich respektiere. Man findet sie nur noch selten. Ich bewundere es, dass sie immer noch hin und her reisen wegen ihrer Liebe zu diesem Sport, aber auch der Liebe zu ihrem Heimatland.“

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