Hannover: Satteldiebstahl vereitelt

Einem Stallbesitzer im Hannoveraner Stadtteil Wettbergen ist es gelungen, Satteldiebe zu vertreiben.

Der Stallbesitzer Matthias Brennecke machte nachts um kurz nach zwei Uhr noch einen Rundgang, um zu schauen, ob mit den Pferden alles in Ordnung ist. Die Pferde seien ein wenig unruhig gewesen, aber ansonsten wäre scheinbar alles normal gewesen, berichtete er der BILD-Zeitung. Doch dann entdeckte er mehrere Schubkarren voll mit Sätteln vor den Spinden der Einsteller. „Ich machte Licht an, hörte ein Geräusch“, erinnerte sich der 36-Jährige. Die Bande sei noch im Stall gewesen, hätte die Beute aber stehen gelassen und die Flucht ergriffen.

Auf den Schubkarren befanden sich 35 Sättel im Wert von 50.000 Euro, wie ein Sprecher der Polizeidirektion Hannover gegenüber St.GEORG bestätigte. Die Ermittlungen laufen.

In Wettbergen scheiterten die Täter. Aber allein in 2014 hat es 80 Einbrüche mit Satteldiebstählen gegeben, meldet das Landeskriminalamt. Im November seien in Peine und Braunschweig Sättel und anderes Lederzeug im Wert von 50.000 und 100.000 Euro entwendet worden. Im Jahr 2013 waren es sogar 100 Einbrüche. Wobei LKA-Sprecher Frank Federau betont: „Ob 80 oder ob 100 Einbrüche das zeigt, dass dieses Thema immer noch aktuell ist.“ Federau sagt, die Polizei gehe davon aus, dass die Sättel ins benachbarte Ausland, wahrscheinlich nach Osteuropa, gebracht werden. Hierzulande könne man sie nicht verkaufen. Höchstens übers Internet, aber auch da bestehe die Gefahr, dass ein recherchierender Betroffener seinen Sattel identifiziert. Zumal diese ja häufig sogar individuell gekennzeichnet seien.