Hans Peter Minderhoud schickt Olympiahengst Johnson in Rente

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Hans-Peter Minderhoud und Johnson bei ihrem letzten Championat, den Olympischen Spielen 2016. (© von Hardenberg)

Mitte 2017 ging Hans Peter Minderhouds Johnson sein letztes Turnier. Nun wird der 17-jährige Hengst offiziell aus dem Sport verabschiedet.

Am 1. Februar gibt es eine große Show für Johnson im Rahmen der KWPN-Körung in ’s-Hertogenbosch. Johnson ist ein direkter Jazz-Sohn aus einer Mutter v. Flemmingh-Sultan. Er kam 2002 bei Piet van der Vleuten zur Welt und kam vierjährig zu Hans Peter Minderhoud, der ihn bis Grand Prix ausbildete.

Die wichtigsten Erfolge des Paares waren sicher der Mannschaftseuropameister-Titel 2015 in Aachen und Bronze in der Einzelwertung. Eine weitere Bronzemedaille gab es bei den Weltreiterspielen 2014 in Caen mit der Mannschaft. Johnson war es auch, der Hans Peter Minderhoud seinen ersten Olympiastart ermöglichte. Das war 2016 in Rio, wo die Niederländer allerdings ohne Edelmetall nach Hause fuhren. Beim Weltcup-Finale 2014 in Lyon belegte das Paar Rang acht.

Das letzte Turnier des Paares war der CDIO Rotterdam, wo sie Fünfte im Grand Prix (73,40 Prozent) und Zweite in der Kür wurden (78,890). Nebenbei war Johnson, der eigentlich aus dem V-Jahrgang des KWPN stammt und deshalb auch mal Verdi geheißen hat, in der Zucht erfolgreich im Einsatz.

So erfolgreich, dass man ihn wohl als Jazz‘ einflussreichsten Sohn bezeichnen kann. Er brachte unter anderem den Bronzemedaillengewinner der Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde, Bretton Woods, der inzwischen auf dem Gestüt Schafhof stationiert ist, sowie den Grand Prix-Hengst Boston, der erst unter Hendrik Lochthowe und jetzt mit Matthias Bouten international erfolgreich ist. Auch Stefanie Weihermüllers C’est la vie ist ein Johnson-Sohn.

„Ein König“

Johnsons Ausbilder und Reiter Hans Peter Minderhoud sagte gegenüber dem niederländischen Pferdezuchtverband KWPN: „Johnson ist nun 17 Jahre alt und ist Europameisterschaften, Weltmeisterschaften und Olympische Spiele gegangen. Wir denken, er hat genug getan und nun ist es an der Zeit, es ruhiger angehen zu lassen. (…) Seine Bewegungen und seine gesamte Erscheinung machen ihn zu etwas Besonderem. Als er noch im Spitzensport war, dachte ich immer, er sei das schönste Pferd des gesamten Teilnehmerfeldes. Und ich glaube, ich bin nicht der einzige. Alle Augen sind immer auf ihn gerichtet. Johnson ist wirklich ein König!“

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