Herpes-Fälle in Hamburg

Featurebild stall box quarantäne

(© www.toffi-images.de)

Neun Pferde zeigen auf der Hamburger Reitanlage Alter Eichenhof Symptome einer Herpes-Erkrankung. Bei einem Pferd wurde der Verdacht nun bestätigt.

Die gute Nachricht vorweg: Das positiv getestete Pferd ist außer Lebensgefahr und die acht weiteren Pferde sind mittlerweile auch wieder fieberfrei.

EHV1-positiv

Das erste Pferd mit den Herpes-Symptomen wurde positiv auf das EHV1-Virus getestet. Damit hatte es Glück im Unglück, denn EHV1 verläuft in der Regel nicht so dramatisch, wie EHV1+4. In der Kombination treten vor allem die neurologischen Ausfälle auf. Der zuständige Tierarzt des Alten Eichenhofs führt den milden Verlauf auch darauf zurück, dass das auf Herpes beim Pferd positiv getestete gegen EHV 1+4 geimpft war. Zwar wird ein Ausbruch der Krankheit nicht verhindert, aber sie verläuft wesentlich milder.

Regelungen

Der Alte Eichenhof hat für alle eingestellten Pferde und deren Reiter diverse Vorsichtsmaßnahmen aufgerufen um weitere Ansteckungen zu verhindern. Diese können auf der Homepage nachgelesen werden. Für alle Einsteller gibt es am 29. März einen Informationsabend um 19 Uhr auf dem Alten Eichenhof.

Weitere Fälle

Vor einem Jahr gab es an verschiedenen Standorten Deutschlands mehrere Herpes-Fälle, die teilweise nicht so glimpflich verlaufen sind, wie jetzt der in Hamburg. Im Juli 2016 kamen alleine in Hessen zehn Pferde ums Leben und 25 weitere waren erkrankt. In Schleswig-Holstein mussten sechs Pferde von schwersten neurologischen Ausfällen erlöst werden. In Baden-Württemberg starben vier Pferde nach einer Herpesinfektion. Dort gab es auch einige Verdachtsfälle auf Druse.

Aus Aktualitätsgründen haben auch wir uns mit dem Thema beschäftigt und in der Ausgabe 3/2017, die es hier zu kaufen gibt, über 16 Seiten mit Herpes & Druse auseinandergesetzt. Unter anderem erläutern Experten ihre Meinung zum Thema „impfen – ja oder nein?“


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