Herpes-Update: Weitere Pferde in den Niederlanden, Österreich und Frankreich positiv getestet

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Das Equine Herpesvirus (EHV-1) zieht seine Kreise. Zuletzt wurde von weiteren positiv getesteten Pferden in den Niederlanden, Frankreich und Österreich berichtet. Alle diese Fälle stehen mit dem Herpes-Ausbruch beim CES Valencia in Verbindung.

Unter anderem zeige ein Pferd aus Frankreich, das zuvor beim Springturnier in Doha am Start gewesen ist, klinische Symptome und sei inzwischen positiv auf EHV-1 getestet. So steht es seit heute auf der Informationsseite zu lesen, die der Weltreiterverband FEI eigens für die aktuellen Geschehnisse rund um das Equine Herpesvirus eingerichtet hat. Das betroffene Pferd hatte engen Kontakt zu einem Pferd aus Belgien, welches nach seiner Rückkehr aus Doha zunächst ebenfalls positiv getestet worden war. Ein erneuter Test des belgischen Pferdes sei aber negativ ausgefallen. Die FEI hat alle 85 Pferde die am vergangenen Wochenende bei der Global Champions Tour-Etappe in Doha am Start gewesen sind bereits seit dem 10. März gesperrt.

Fall in der Provinz Limburg

Auch ein weiterer Fall aus den Niederlanden ist inzwischen bekannt. Bei Vincent Voorn, der gemeinsam mit der Schwedin Jonna Sundblad einen Stall in Weert in der Provinz Limburg betreibt, ist ebenfalls ein Pferd positiv auf EHV-1 getestet worden. Der Niederländer war am 7. März mit 34 Pferden von der Sunshine Tour in Jerez de la Frontera (Spanien) zurückgekehrt. Alle Pferde wurden direkt nach ihrer Ankuft unter Quarantäne gestellt und streng überwacht.

Das positiv getestete Pferde zeige bisher zum Glück keinerlei Symptome, so berichtet der Springreiter in den Sozialen Medien. Er apelliert an alle betroffenen Reiter: „Es ist sehr wichtig, die Pferde gut im Auge zu behalten und zu testen. Wir werden alle unsere Pferde in einer Woche erneut testen lassen, um sicherzustellen, dass sich das Virus nicht verbreitet hat. Vergesst nicht, dass man auch einem negativen Test nicht immer vertrauen kann.“

Auch Turnier in Gorla Minore betroffen

Den ersten Herpes-Fall, der mit dem Springturnier im italienischen Gorla Minore im Zusammenhang steht, meldete heute die österreichische Springreiterin Katharina Rhomberg. Die Turnier-Serie dort war vorzeitig abgebrochen worden – allerdings nicht aufgrund eines Herpes-Ausbruchs, sondern wegen geringer Teilnehmerzahlen. Auch Katharina Rhomberg war dort mit ihren Pferden am Start. Um eine Ansteckung auszuschließen, war sie extra länger vor Ort geblieben. Zurück in ihrem Heimatstall in Voralberg wurde nun aber dennoch ein Pferd positiv auf EHV-1 getestet.

Dem Nachrichtenportal EQWO.net sagte sie: „Den Pferden wurde bereits in Italien zweimal täglich Fieber gemessen. Sie waren alle fit und ohne Symptome. Wir dachten, dass es so sicherer für die Pferde daheim ist, wenn wir die zwei Wochen in Italien bleiben.“ Gleichzeitig sprach sie eine ähnliche Warnung aus wie Vincent Voorn: „Ich möchte, dass das gleich möglichst viele Reiter:innen wissen, damit alle ihre Vorkehrungen treffen und vorsichtig sind. Ich würde mir das auch erwarten, um unseren Stall selbst schützen zu können.“

Auch die Österreicherin hatte alle Pferde, die in Italien waren, direkt nach der Ankunft isoliert und getestet. Er am Freitag habe man das Ergebnis bekommen, das betroffene Pferd sei aber fit und habe kein Fieber. Nun seien erneute PCR-Tests und Blutproben geplant, zudem solle das positiv getestete Pferd in einem extra Stallzelt separiert werden.

Quellen: FEI, Instagram, EQWO.net