Herpes: Zwei weitere Pferde mit Kontakten nach Valencia in Belgien eingeschläfert

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Damit sich eine Herpes-Erkrankung nicht ausweitet, müssen sofort Quarantäne-Maßnahmen ergriffen werden.

Equi Focus Point Belgium ist eine Organisation, die das Infektionsgeschehen bei Pferden im Land dokumentiert. Die neueste Meldung dreht sich um weitere Herpes-Fälle, die mit dem internationalen Turnier in Valencia in Verbindung stehen.

So wurden laut Equi Focus Point Belgium in Henegouwen (Hennegau) 20 Pferde positiv auf EHV-1 getestet, also das Equine Herpes Virus Typ 1. Von diesen 20 Pferden zeigten vier neurologische Symptome. Zwei Pferde mussten eingeschläfert werden.

Der Pferdegesundheitsdienst berichtet weiter, dass die Tiere nicht geimpft waren. Aber es gebe Kontakte zu Pferden, die beim Turnier in Valencia am Start waren.

Von Valencia durch Europa

Die Turnierserie im spanischen Valencia wurde am 21. Februar abgebrochen, weil „einige Pferde“ sich mit „einem Virus“ infiziert hatten. Offiziell wurde zu dem Zeitpunkt noch nicht von Herpes gesprochen. Das kam drei Tage später. Ebenso wie die Meldung des ersten toten Pferdes.

Die Situation in Valencia verschlimmerte sich zusehends. Später wurden dann auch Fälle in Verbindung zu der Sunshine Tour in Vejer de la Frontera und jüngst der internationalen Turnierserie in Gorla Minore (ITA) bekannt. In der Timeline des Weltreiterverbandes FEI wurde gestern, 14. März 2021, gemeldet, dass von den Sunshine Tour-Heimkehrern in Belgien drei Pferde positiv getestet worden sind, bei denen die Krankheit aber dem Bericht zufolge mild verläuft.

Mit den oben genannten sind nun insgesamt 14 Pferde der Herpes-Panzootie zum Opfer gefallen. In zehn europäischen Ländern sind nun sämtliche internationalen Turniere sowie teilweise auch nationale Turniere – wie zum Beispiel in Deutschland – abgesagt. Auch das Weltcup-Finale 2021 wird nicht stattfinden.

In Deutschland konnte inzwischen nachgewiesen werden, um welche Sequenz des EHV-1 es sich bei dem Ausbruch in Valencia gehandelt hat, der N-Variante. Diese galt bislang immer als die harmlosere im Vergleich zu der D-Variante. Mehr darüber finden Sie hier.

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